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Zink.
braucht man es nur fallen zu lassen, damit sich die Krystalle ablösen(Stolba 1 ). Es krystallisirt in hexagonalen Formen (Nöggerath 2 );im Wasserstoffstrom destillirt bildet esPentagonal-Octaeder(Nickles 3 );auch Rose 4 ) fand später, dass Zink im regulären System krystallisire;Cooke B ) giebt an, dass Zink mit Arsen in nicht äquivalentem Ver-hältniss in Octaedern krystallisirt; das Metall ist also dimorph.
Das metallische Zink hat ein specifisches Gewicht von 7,0 bis 7,2;das specifische Gewicht des käuflichen Metalls ist weil es Höhlungeneinschliesst etwa 6,9; das gewalzte Metall ist 7,2.
Das Zink ist ziemlich hart; es lässt sich schwierig feilen; es istspröde und zerbricht leicht unter dem Hammer in der Richtung derBlätterdurchgänge; bei sehr behutsamem Druck ist es bei gewöhnlicherTemperatur etwas dehnbar; zwischen 100° und 150° C. ist es hämmer-bar und lässt sich dann zu Blech auswalzen; es lässt sich bei dieserTemperatur auch zu Draht ziehen; bei 200° C. ist es sehr spröde, sodass es sich in einem heissen Mörser bei dieser Temperatur zu Pulverzerstossen lässt; zerreibt man das geschmolzene Metall in einem Kesselmit einer Keule-, so erhält man es daher als Pulver. Nach Bolley 6 )hat die Temperatur, bei welcher das Metall geschmolzen war, wesent-lichen Einfluss auf seine Dehnbarkeit; vor dem Ausgiessen stark erhitztist es spröde; wird es bei möglichst niederer Temperatur geschmolzen,so ist es nach dem Erstarren dehnbar.
Die lineare Ausdehnung von gehämmertem Zink zwischen 0° und100«C. ist nach Calvert, Johnson und Löwe = 0,001298; beigegossenem Zink ist sie grösser, bei einer vertical gegossenen Zink-stange = 0,002669; bei einer horizontal gegossenen Stange, wo dieBlätterdurchgänge anders zur Längsrichtung liegen =0,002167; Mit-scherlich giebt die Ausdehnung von Zinkblech zwischen 0° und100°C. zu ^322 an; nach Kopp beträgt die cubische Ausdehnung von00 bis 100» C. = 0,008.
Calvert und Johnson fanden das Wärmeleitungsvermögen vongegossenem Zink = 62,8, von gewalztem Zink = 64,1 (das von Sil-ber = 100). Das elektrische Leitungsvermögen ist nach Matthies-sen (Silber bei 0° == 100) bei 17,68 = 27,39. Nach Person ist diespecifische Wärme im starren Zustande = 0,0956; die latente Schmelz-wärme = 28,13.
Das Zink schmilzt bei 412°C. nach Daniell, 415°C. nach Per-son, 374°C. nach Morveau; es zieht sich beim Erstarren starkzusammen; der Siedepunkt ist nach Deville 7 ) und Troost = 1040°C.
Das Zink verbrennt bei heller Rothgliihhitze an der Luft mit bläu-licher oder grünlicher hellleuchtender Flamme; ein dünner Streifenvon ganz feinem Zinkblech verbrennt an der Kerzenflamme entzündetan der Luft mit heller Lichtentwickelung vollständig zu Oxyd.
Das Zink verliert bald an der Luft seinen Metallglanz, indem essich auf der Oberfläche oxydirt und mit einer grauen Haut überzieht,welche nach Berzelius ein Suboxyd ist, nach Anderen ein Gemenge
1) Journ. f. prakt. Chem. Bd. LXXXIX, S. 122; Schweiz. Zeitschr. 1863, S. 129.— 2 ) Poggend. Annal. Bd. XXXIX, S. 324. — 3 ) Ännal. de chim. et de phys. [3.JT. XXII, p. 37. — 4 ) Berlin. Akad. Ber. 1852, S. 26; Poggend. Annal. Bd. GVII,S. 448. — 6 ) Sülim. Amer. Journ. [2.] Vol. XXXI, p. 91; Journ. f. prakt. Chem.,Bd. LXXXIV, S. 479. — 6) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. XCV, S. 294. —') Compt. rend. T. XLIX, p. 239; Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CXIII, S. 43.