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9 (1864) [U - Z]
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Zink.

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sich zu oberst Salpeter befindet; man erhitzt bis zur Entzündung undzum Schmelzen des Zinks; danach wird die Schlacke abgenommen, unddas Metall ausgegossen, das jetzt frei von Eisen und Arsen ist.

Eine andere Reinigungsmethode gründet sich darauf, dass diemeisten fremden Metalle, nicht aber das Zink, sich beim Schmelzen mitSchwefel verbinden; rührt man unter schmelzendes Zink Schwefel mit-telst eines mit Fett bestrichenen hölzernen Stabes, oder rührt manSchwefel und Kohle ein, so werden die fremden Metalle bei sorgfälti-gem Umrühren grösstentheils in Schwefelmetalle verwandelt, die aufder Oberfläche eine Haut bilden, und so abgezogen werden können:das so gereinigte Zink enthält aber immer noch etwas Eisen (Bonnet.Schwake).

Um ganz reines Zink zu erhalten, ist die einzige Methode, aufnassem Wege dargestelltes reines Zinkoxyd mit Kohle in einerRetorte zu reduciren, und bei heller Rothglühhitze zu destilliren;man wendet hierzu Retorten von Porcellan, gewöhnlich von Graphitoder feuerfestem Thon an; der Hals der Retorte muss fast gerade her-abhängen; das im Hals der Retorte sich verdichtende Metall muss vonZeit zu Zeit losgestossen werden; Wittstein destillirte so 3 bis 4 Pfd.Zink in einem Windofen mit aufgesetztem Dom in '3 bis 4 Stunden.Jacquelain *) destillirt das Zink aus Porcellanröhren in einem Stromvon trockenem und reinem Wasserstoff. Man erhält auch metallischesZink beim Glühen von Zinkoxyd in Wasserstoffgas; nur muss hier nachDeville 2 ) der Gasstrom sehr lebhaft sein, weil sonst das gebildeteWasser wieder durch Zink zersetzt, und so Zinkoxyd regenerirt wird,welches auf diese Weise krystallisirt erhalten wird. Das Zink setztsich im kälteren Theil der Röhre an. Berzelius bringt das Gemengevon Zinkoxyd undKohle in einen Tiegel Fig. 47, durch dessen Boden b einoben und unten offenes Thonrohr c bis nahe an den oberen Rand des Tiegelsdicht eingekittet ist; nachdem der Tiegel mit einem Deckel e luftdichtverschlossen ist, wird erhitzt, wobei die Zinkdämpfe dann durch dasRohr nach unten entweichen (destillatio per descensuvi), und sich hierin einer untergestellten Schale mit Wasser sammeln.

Das reine destillirte Zink enthält nachBriegleb und Geuther Spuren von Stick-stoff.

Das Zink ist weiss mit einem geringenStich ins Bläuliche ; es hat ein grobblättrigkrystallinisches Gefiige; wird es vorsichtigbei eben zureichender Hitze geschmolzen, soist es nach dem raschen Erstarren kleinkör-nig. Wird das eben geschmolzene Zink inSchachteln von schwer verbrennlichem Pa-pier gegossen und nach dem ruhigen Stehen,wenn die Krystalle sich gebildet haben, dasübrige Metall abgegossen, so zeigen sichgrosse flache vollkommen ausgebildete hexa-gonale Prismen, die senkrecht zur Haupt-axe spaltbar sind. Da das eben erkaltete Zink sehr brüchig ist, so

Fig. 47.

!) Annal. de chiin. et de phys. [3.] T. VII, p. 199.

2 3 Ibid. T. XLIII, p. 477; Pharm. Centralbl. 1855, S. 41G.