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9 (1864) [U - Z]
Entstehung
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870 Zeitlose. Zellenquarz.

Wasser bekam er eine dem Gorham'schen Zein ganz ähnliche Sub-stanz, welche von Zucker und Fett befreit 15,6 Proc. Stickstoff' enthielt,es verhält sich wie ein Gemenge von Pflanzenleim mit Pflanzencasein.

Fe.

Zeitlose s. Colchicum autumnale (s.'2.Aufl.Bd. II, 3,S. 152).

Zellen, thierische, künstliche. Ascherson 1 ) hat

beobachtet, dass sobald Albumin mit einem flüssigen Fett in Berührungtritt, jedesmal eine Gerinnung des Eiweisses in Form einer Membranerfolgt, welche sich um den Fetttropfen legt und ein j Arf Zelle bildet,welche mit der wahren Zelle auch das gemein hat, dass sie ihr Con-tentum durch Osmose umändern kann. Diese Beobachtung ist insofernwichtig, als sie die Entstehung der Elementarkörnchen erklären kann.Fett und Albuminate werden dem Thierorganismus beständig durch dieNahrungsmittel zugeführt und sind in allen thierischen Flüssigkeitenenthalten, und bei der Art, wie das Fett immer nur durch die feinstenPoren thierischer Membranen, aus der Darmhöhle in die Gelasse, ausden Gefäsen in das Parenchym gelangt, müssen die feinsten Tröpf-chen desselben sogleich von Hüllen umgeben werden, und können nurdurch besonderen Zufall zu grösseren Tropfen zusammenfliesseri, wiesie sich zuweilen im Chylus, der Milch und dem Eiter finden. Wahrethierische Zellen sind aber diese Gebilde nicht, denn es fehlen ihnenalle wesentlichen Charaktere derselben: das selbständige Leben, dieEntwickelungsfähigkeit, die Fähigkeit zu wachsen.

Vor Kurzem will van Deen 2 ) gefunden haben, dass bei derEinwirkung des constanten Stromes auf eine filtrirte Hühnereiweisslö-sung organisirte Elementargebilde entsteheu, welche in jeder Hinsichtden cytoi'den Ivörperchen (Schleimkörperehen, Chylus- Lymph- oderfarblose Blutkörperchen) glichen; da sie aber nur bei sehr starker Ver-grösserung so erschienen, während sie bei nicht starker einfach alsKörnchen sich darstellten, so ist so viel gewiss, dass es cytoi'de Kör-perchen nicht waren. Van Deen hat keinen weiteren Versuch ge-macht, an seiner eigenen Beobachtung Kritik zu üben, d. h. nach denRegeln wissenschaftlicher Kritik die Sache weiter zu verfolgen, und sokönnen wir einfach nur constatiren, dass eine Bildung organisirter derEntwickelung fähiger Formeleinente auf dem von van Deen einge-schlagenen Wege von vornherein sehr unwahrscheinlich ist. Auchdurch die Einwirkung des Stromes auf eine Leimlösung sah van Deenzahlreiche Zellen, welche Kerne enthielten, entstehen, und glaubte dieEntstehung dieser Zellen dem Strome zuschreiben zu müssen; wahr-scheinlich aber waren diesemorphologischen Elemente" dieselben, dieer in einer Leimlösung beim blossen Stehen an der Luft ohne Stromsich bilden sah, und die er als Infusorien beschreibt. G.-B.

Zellenapparat,syn. Trogapparat (s.Bd. VIII, S. 1032).

Zellenkalk, syn. Rauhkalk.

Zellen quarz, zelliger oder zerfressener, löcheriger Quarz.

1 ) Ascherson, Müller's Arch. f. Anat. u. Physiol 1840, S. 49.

2) Van Deen, Holland. Beiträge Bd. III, Heft 2, S. 224.