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Zahne.
es ihm in chemischer Hinsicht. Die Zähne bestehen aus drei Substan-zen, welche sieh sowohl in ihrem morphologischen wie chemischenVerhalten von einander unterscheiden: Zahnschmelz, Zahncementund Zahnbein oder Knochensubstanz. An der äusseren Fläche desZahns sind nur zwei Substanzen sichtbar, und zwar gegen die Zahn-krone der Schmelz und gegen die Zahnwurzel die Cement- oder Kno-chensubstanz. Beide Substanzen überziehen an den genannten Stellendas Zahnbein, welches die Grundmasse des Zahnes bildet und demselbenseine Gestalt verleiht.
Zahnbein und Cement enthalten dieselben mineralischen Be-standteile wie die Knochen, demnach basisch-phosphorsauren Kalk(3 Ca O . P Oj), kohlensauren Kalk, basisch-phosphorsaure Magnesia,Fluorcalcium, phosphorsaures Eisenoxyd und schwefelsaure und salz-saure Alkalien, und ausserdem eine organische glutinliefernde Grundlage.Bemerkenswerth ist der Umstand, dass die Wandungen der Zahnröhr-chen, welche man durch Behandlung mit stärkeren Säuren und Alka-lien isoliren kann, beim Kochen im Pap in'sehen Topfe ungelöst bleiben,während die Grundmasse bereits in Glutin verwandelt ist (Hoppe).
Etwas verschieden verhält sich der Zahnschmelz. Dieses Ge-webe ist das wasserärmste und zugleich das an mineralischen Stoffenreichste des gesammten Thierorganismus. Die organische Substanz,welche mau durch Extraction des Zahnschmelzes mit Salzsäure in Ge-stalt von prismenähnlichen von der Zahnkrone divergireuden Fasernerhält, giebt nach F. Hoppe beim Kochen keinen Leim, sondern zer-platzt und verhält sich wie eine Epithelialsubstanz. Der noch nichtvöllig entwickelte Zahnschmelz ist nach den Versuchen F. Hoppe'sviel reicher an organischen Stoffen als der ausgebildete. Die Flüssig-keit, welche ihn im Zahnsäckchen umgiebt, hat stark alkalische Reao-tion und enthält nur Spuren von Albumin. Aus dem Schmelze selbstkann man durch Extrahiren mit Wasser kein Albumin erhalten, son-dern nur eine schwach alkalische Flüssigkeit mit Chlormetallen undSpuren von Schwefelsäure. Werden dagegen die Phosphate und kohlen-sauren Erden durch Salpetersäure gelöst, so hinterbleibt eine organi-sche Substanz, welche an Wasser ein durch Säuren fällbares Albuminatabgiebt. Hoppe fand ferner, dass Carbonate schon im jüngsten weichenSchmelze anwesend sind, während es ihm nicht gelang, im unentwickel-ten Schmelze des Schweines Fluor nachzuweisen.
Die quantitative Zusammensetzung der verschiedenen Sub-stanzen des Zahngewebes ist durch zahlreiche Analysen der Zähneder verschiedensten Thierclassen mit genügender Sicherheit festgestellt.Trotz der grossen Festigkeit des Zahnbeines beträgt sein Wasser-gehalt doch immer noch mehrere Procente, bis zu 10 Proc, währendder Wassergehalt des Zahn sc hm elz es sehr unbedeutend ist. Nachden Bestimmungen von Berzelius enthält der Zahnschmelz an 4 Proc.Fluorcalcium, demnach mehr wie die Knochensubstanz. F. Hoppedagegen schätzt den Gehalt des Zahnschmelzes an Fluorcalcium aufWeniger als 2 Proc; er hat aber keine genaueren Bestimmungen desFluors ausgeführt. Backenzähne scheinen durchschnittlich etwas mehrMineralsubstanz zu enthalten, als Schneidezähne (Lassaigne. Bibra).Nachstehende tabellarische Zusammenstellung einiger quantitati-ver Analysen wird die im allgemeinen besprochenen Verhältnisse nähererläutern. Zur Vergleichung stellen wir eine Knochenanalyse voran: