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9 (1864) [U - Z]
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Xanthophyll. Xanthopikrit.

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der mit Kochsalz gefällt wird. Nach dem Abiiltriren auf porösemPorcellan getrocknet bildet er braunrothe glänzende Massen. So istder Farbstoff für viele Zwecke hinreichend rein; um ihn vollständigzu reinigen, wird er mit überschüssigem kohlensauren Baryt und Was-ser gekocht, wobei die Unreinigkeiten zurückbleiben; das Filtrat ent-hält den reinen Farbstoff mit Baryt verbunden; man schlägt den Barytdurch Schwefelsäure nieder und fällt aus der filtrirten Flüssigkeit denFarbstoff wieder durch Kochsalz.

Der reine Farbstoff ist gelb, er löst sich mit goldgelber Farbe inWasser; aus einer kochend gesättigten wässerigen Lösung scheidet ersieh beim Erkalten in Blättchen ab; er löst sich auch in Alkohol, Holz-geist oder Aether, nicht in Benzol. Säuren, selbst concentrirte Schwe-felsäure, lösen den Farbstoff ohne Zersetzung.

Die Xanthophenylsäure löst sich leicht in wässerigen Alkalien mitrother Farbe, und bildet überhaupt rothe Salze.

Die freie Säure färbt wie Pikrinsäure Seide und Wolle ohne Mor-dant gelb; die gefärbten Stoffe können mit Seife behandelt werden.Die xanthophenylsauren Salze färben Seide und Wolle roth, und zwarkönnen alle Nuancen vom dunkelsten Roth bb zum hellsten Rosa er-halten werden. Es lässt sich annehmen, dass dieser Farbstoff in denZeugdruckereien Verwendung finden kann. Fe.

Xanthophyll, syn. Blattgelb ( ä . 2. Aufl. Bd. II, 2,S. 10).

Xailthophy llit enthält nach Meitzendorf J ) 16,30 Kiesel-säure, 43,95 Thonerde, 13,26 Kalk, 19,31 Magnesia, 2,53 Eisenoxyd,0,61 Natron und 4,33 Wasser. Das nach G. Rose 2 ) in Talkschiefereingewachsene und von Magneteisenerz begleitete Mineral findet sichin den schischimskrischen Bergen bei Slatoust am Ural, bildet kry-stallinische derbe, kuglige, einen Kern von Talkschiefer einschliessendeMassen, mit breitstenglisien oder schaligen, concentrisch gruppirtenabgesonderten Stücken, die an dem inneren Ende zum Theil regel-mässige Umrisse von sechsseitigen Tafeln erkennen la«sen, ist in einerRichtung vollkommen spaltbar, auf den Spaltungsflächen ziemlich starkglänzend von perlmutterartigem Glasglanz, in dünnen Blättchen durch-sichtig, wachsgelb, hat die Härte = 4,5 auf den Spaltungsflächen, über5 an den Kanten und ist vor dem Löthrohre unschmelzbar, dabeitrübe und undurchsichtig werdend. Mit Borax geschmolzen giebt es,ziemlieh leicht auflöslich, ein schwach auf Eisen reagirendes Glas; inerhitzter Salzsäure ist es schwer auflöslich, etwas Kieselsäure ab-scheidend. K.

Xanthopikrit, Xanthopikrin. Gelber Bitterstoff ansder Rinde von Xanthoxylon caribaeum (von Che va liier und Pelle-ta n 3 ) dargestellt. Das alkoholische Extract der Rinde wird zuerst mitWasser, dann mit Aether behandelt; der unlösliche Rückstand in Wein-geist gelöst, giebt beim Verdunsten grünlichgelbe nadeiförmige Kry-stalle von Xanthopikrit; dieser Körper schmeckt bitter und zusammen-

J ) Pogg. Anna!. Bd. LVIH, S. 165. 2) Dessen Reise nach dem Ural Bd. II,S. 120, 514, 527. 3 ) Annal. de ehim et phys. [2.] T. XXXIV. p. 200; Buchn.Ropert. Bd. XXVII, S. 99.