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Xanthokon. — Xanthophenylsäure.
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sung wird auch beim Kochen mit Harnstoff zersetzt; es entwickelt sichein farbloses und geruchloses Gas (Stickgas ?). Fe.
Xanthokon, 3AgS.AsS 6 + 2 (3AgS.AsS 3 ") nach C. F.Plattner 1 ), von der Grube Himmelfürst zu Erbisdorf bei Freiberg inSachsen. Er krystallisirt nach A. Breithaupt 2 ) in hexagonalenlhomboedrischen Tafeln, ist braun bis pomeranzengelb, demantartigglänzend, durchsichtig bis durchscheinend, sehr leicht zersprengbar,etwas spröde, hat die Härte = 2 bis 3 und das specif. Gew. = 5,0bis 5,2. Der Strich ist gelb bis bräunlich. Er spaltet nicht sehrdeutlich nach der Basisfläche und den Flächen eines spitzen Rhomboe-ders mit dem Endkantenwinkel = 71° 32' und hat muschligen bis un-ebenen Bruch. Nach C. F. Plattner schmilzt er im Glasrohre undgiebt bei Rothglühhitze ein Sublimat von Schwefelarsenik. Auf Kohlegeschmolzen, giebt er zuerst Dämpfe von Schwefel und Arsen, Be-schlag von arseniger Säure und entwickelt später nur schweflige Säure;zuletzt hinterlässt er ein Silberkorn. K.
Xantholcin, angeblich ein gelber Farbstoff in den Samen-hüllen von Sorghum (s. d. Art. Bd. VIII, S. 71).
Xantholein oder Sorghum- Gummigutt ist ein gelberFarbstoff genannt, welcher sich in der Rinde des Rohres von Sorghumfindet (Sicard, Itier und Joulie 3 ).
Xanthomethylsäure, syn. Methyloxydsulfo-kohlensäure (s. Bd. v, S. 269).
Xanthonsäure syn. Xanthogensäure s. Aether-sulf okohlensäure 2. Aufl. Bd. I, S. 243.
Xanthopensäure. Zersetzungsproduct des Opiammonsdurch wässerige Alkalien (s. Opiammon Bd. V, S. 703).
Xanthophenylsäure nennt Fol*) ein durch Erhitzenvon Phenylsäure oder Cresylsäure mit Arsensäure erhaltenes Product,dessen Zusammensetzung nicht untersucht ist. Nach Fol sollen 5Gewichtsthle. Phenylsäure oder Cresylsäure mit 3 Gewichtsthln. trocke-ner feingepulverter Arsensäure 12 Stunden lang unter Umrühren auf100°C. erhitzt werden; nach dieser Zeit wird die Temperatur auf125° C. gesteigert und 6 Stunden unterhalten. Die Masse bläht sichzuerst auf, sinkt aber allmälig wieder zusammen und bildet eine tei-gige Masse, die nicht mehr nach Phenylsäure riecht.
Man setzt nun 10 Gewichtsthle. Essigsäure (von 7°B.) zu, und er-hitzt damit bis zur Auflösung; die dunkel gefärbte Lösung wird abge-gossen und nochmals mit 2 Thln. Essigsäure behandelt.
Die sauren Lösungen werden filtrirt mit 12 Thln. Wasser (auf5 Thle. der ursprünglichen Phenylsäure) versetzt und mit Kochsalz ge-sättigt; es schlägt sich der Farbstoff nieder und bleibt nach dem Abfil-triren als brauner Teig zurück, der nochmals in Wasser gelöst und wie-
x ) Pogg. Annal. Bd. LXIV, S. 275. — 2) Ebendas. S. 272. — 3 ) Compt. rend.T. XLIV, p. 19 et 141. — 4 ) Repert. de chim. appl. 1862, Juni p. 179; Chem.Centralbl. 1863, S. 318; Polytechn. Gentralbl. 1862, S. 1166.
Handwörterbuch der Chemie. Bd. IX.
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