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9 (1864) [U - Z]
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Weizen.

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dünneren Fruchthüllen, sie steht zuletzt mit dem Entwicklungsgradedes Kornes in Beziehung , je mehr dieses ausgebildet desto grösser derWassergehalt und umgekehrt. Hinsichtlich der Vergrößerung desKörner-Volums durch einen erhöhten Wassergehalt, haben Reiset,Payen und Peligot 1 ) gefunden, dass mit 15 Proc. Wasser angefeuch-tete Weizenkörner eine Volumvergrösserung von 30 bis 35 Proc. er-fuhren, dass also in praxi ein hoher Feuchtigkeitsgehalt viel mehr beimMessen als beim Wiegen in Frage kommt.

Der Aschengehalt der Weizenkörner ist ebenfalls nur in engenGrenzen wechselnd; nach Zöller 2 ) ist derselbe, sowie die Aschen-zusammensetzung selbst, bei Auswahl gleich gut entwickelter Körnerund gehöriger Reinigung derselben constant. Ueberhaupt scheint diesich in vielen Analysen ausdrückende Verschiedenheit der quantitativenAschenzusammensetzung, und selbst die des organischen Bestandes einesund desselben Pflanzenorganes, oft viel weniger durch Bodenverhält-nisse, Klima und Spielart bedingt, als vielmehr durch die unrichtige undsorglos geschehene Auswahl des Untersuchungsmaterials 3 ). Bezüglichdes Verhältnisses der Phosphorsäure und der Basen, entspricht diesessauren Salzen, und in der Ttiat finden sich auch in der Asche meta-und pyrophosphorsaure Salze 4 ).

Ueber den wechselnden Gehalt der Körner an Cellulose, Fettund Stärke geben die Analysen genügende Auskunft. Beziehungenzwischen Fett und Cellulose und einzelnen Aschenbestandtheilen, ausge-drückt durch constante Verhältnisse, sind bis jetzt nicht festgestellt; esläs.st sich hier nur aussagen, dass ähnlich wie bei der Gerste 5 ), die un-vollkommen ausgebildeten Körner den höchsten Gehalt an Cellulosezeigen, und diesem ein höherer Kalk- und Kieselsäuregehalt und eine ver-minderte Kalimenge in der Asche entspricht. Ob, wie bei der Gerste, sichin den verschiedenen Weizenkörnersorten gleichfalls ein bestimmtes Ver-hältniss zwischen Alkalien und Stärke findet, ist, trotz aller Wahrschein-lichkeit, bis jetzt nicht ermittelt. Peligot's fi ) Versuche erweisenin verschiedenen Weizensorten einen Gehalt von 5,9 bis 10,5 Proc.Gummi 7 ) und Zucker; Polson 8 ) findet Zucker und Gummi: in altemamerikanischen Weizen 3,8 Proc, in neuein schottischen Weizen 5,3Proc; Vauquelin 9 ) erwähnte gleichfalls einer 8,5 Proc. betragendenMenge zuckeriger Substanz im Weizenkorn; das Vorhandensein lös-licher Kohlenhydrate im Weizen scheint durch diese Analysen voll-kommen constatirt.

Die stickstoffhaltigen Bestandtheile des Weizenkorns sind inWasser lösliche das Eiweiss, und in Wasser unlösliche der Kleber i°).

l) Payen und Peligot, Dingl. polyt. Journ. Bd. CXXXII, S. 218. 2 ) Zöl-ler, Münchener Ergebnisse etc. Heft III, S. 154. s ) Liebig, Chemie in ihrerAnwendung auf Agricultur etc. 8. Aufl. 1864, Bd. I, S. 338 *) Erdmann, Annal.d. Chem. u. Pharm. Bd. LIV, S. 355. B ) Zöller, Annal. d. Chem. u. Pharm.Bd. CXII, S. 29. 6 ) A. a 0. 7 ) Das Gummi des Weizenmehls enthält nachBibra (a. a. O. S. 282) getrocknet 5,24 Proc. Asche, und in 100 Thln. Asche: 38,0Kali, 7,73 Magnesia, 12,04 Kalk, 4 2,23 Phosphorsäure. 8 ) A. a. O. 9 ) A. a. O.

10 ) Vgl. die Pe"ligot'schen Analysen bezüglich der Mengen löslicher und un-löslicher Stickstoffsubstanz im Weizenkorn. Nach Bibra ist es unmöglich durchAuskneten, welches doch die zweckmässigste Methode ist, mehr als 2 / 3 des vorhan-denen Klebers zu gewinnen; das andere Drittheil ist mit der aus dem Mehlkörperausgewaschenen Stärke vermischt, und es existirt kein Mittel es exact davon zutrennen.

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