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9 (1864) [U - Z]
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692
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692 Weizen.

Nr. 22 egyptisclier W.; Nr. 23 W. von Odessa; Nr. 24 W. von Maria-nopel. Nr. 25 bis 31 Analysen von Zöller; die Nummern bezeich-nen die nämlichen, oben unter Nr. 17 bis 25 angeführten Weizensorten.

Nr. 34 u. 35 Speltanalysen von Bibra; 34 aus dem Ries, Thon-boden, Stalldüngung; 35 von Mörlach, sandiger Thonboden, Stulldüngung.

Das Weizenkorn hat ein specifisches Gewicht nach Bibra 2 ) von1,32 bis 1,6; das absolute Gewicht von 20 Körner beträgt zwischen0,36 bis 1,30 Grm. Anatomisch besteht das Weizenkorn aus denFruchthiillen und dem Mehlkörper. Die äusserste Hülle des Kornsist derbe lederfarbige Holzsubstanz, welche sich ziemlich leicht vomKorn abziehen lässt, die beiden anderen Hüllen sind ungefärbt, sehrzart und schwierig vom Korn zu trennen. Poggiale 2 ) konnte dieoberste Hülle der benetzten Körner leicht entfernen; ihr Gewicht be-trug 3,5 Proc. von dem der Körner. Die Hüllen enthalten keinen Kle-ber und kein Fett, verlieren durch siedendes Wasser 3,8 Proc, zeigen2,12 Proc. Asche und 3,4 Proc. einer nicht ernährungsfähig wirken-den stickstoffhaltigen Substanz. Bei der Mehlbereitung aus Weizen-körnern werden gleichfalls die Fruchthüllen von dem Mehlkörper getrennt;allein hier ist eine genaue Trennung unmöglich, und je nach derschlechteren oder besseren Construction der Mühlen, wird eine grössereoder geringere Menge der Mehlsubstanz und zwar der kleberreich-sten, da der Kleberreichthum des Korns von Innen nach Aussen zu-nimmt 3 ) an den Fruchthüllen hängen bleiben. In Wirklichkeit ent-hält denn auch die Kleie viel nährende Stoffe; sie soll ausserdem nachMouries einen eigenthiimliehen Körper enthalten, welcher die Fähig-keit besitzt, Stärkmehl in Zucker und Dextrin zu verwandeln ").

Der Wasser-Gehalt der lufttrockenen Weizenkörner ist sehr con-stant (Peligo t. Mayer. Zöller). Reiset 5 ) fand die Wasserinengen in dem Weizen von 12 bis 19 Proc. verschieden. Nach Millon <)hängt der Wassergehalt der Körner vom Feuchtigkeitsgehalt der Luftab. Nach Reiset ist der Einfluss nasser Jahrgänge auf den Wasser-gehalt der Körner ein geringer, indem die Feuchtigkeit vorzugsweisein die Hülle, nicht aber in die Mehlsubstanz dringt. Bei Untersuchungdes Weizens vom trockenen Jahre 1849 und des vom nassen Jahre 1850zeigte letzterer sogar einen geringeren Feuchtigkeitsgehalt. Die Wasser-menge der Weizenkörner ist ferner bedingt durch ihre dickeren oder

*) Bibra, a..a. O. S. 248. Ucber den Einllnss der Form der Körner, desStickstoffgehaltes und der Wassermenge auf das specifische und absolute Gewichtderselben vergl. Reiset, Anual. de chim. et de phys. [3.] T. XXXIX, p. 22.

2) Poggiale, Journ. de pharm. [3.] T. XXX, p. 180 et 255.

8 ) Payen, Knapp's ehem. Technologie Bd. II, S. 56.

4 ) Fürstenberg, Annal. d. Chem. n. Pharm. Bd. LH, S. 418; Journ. f.prakt. Chem. Bd. XXXI, S. 195; Pe'ligot, Annal. de chim. et de phys. [3.1 T.XXIX, p. 5. Millon, Annal, de chim. et de phys. [3.] T. XXVI, p. 5.Dubois, Journ. de pharm. [3.] T. XVIII, p. 47. Lekule, Liebig's Chem.Briefe 4. Aufl. Bd. II, S. 169. Poggiale, Compt. rend. T. XXXVII, p. 171;Chem. Centralbl. 1853, S. 615. Mouries, Compt. rend. T. XXXVII, p. 351 et77 5, T. XXXVIII, p. 505, T. XL VIII, p. 431 T. XL, p. i 12; Dingl. polyt. Journ.Bd. CXXXII, S. 141. Ondermans, Repcrt. chim. appleg. T. I, p. 185.Bibra, 1. c. S. 211 u. S. 280 (Weizenkleie). Horsford, Annal. d. Chem. u.Pharm. Bd. LVI1I. S. 171. Procker, Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. LVUI,S. 219. Bibra, a. a. O. S. 193 u. 280 (Weizenmehl).

B ) Reiset, Annal. de chim. et de phys. [3.] T. XXXIX, p. 22.

6 ) Millon, a. a. O. p. 12 and 85.