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9 (1864) [U - Z]
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Wachholdercamphor. Wachs.

das Oel mit Kreide und Chlorcalcium behandelt und mit Thierkohle ge-reinigt, so ist das farblose Oel C 30 H 2 4 . 2Hl; sein specif. Gewicht ist1,029 und sein Eotationsvermögen2,86 ° (Soubeiranu. Capitaine).

Die Ausbeute der Wachliolderbeeren an Oel wird sehr verschiedenangegeben; nach Trennlich erhält man 0,77, nach Martins 0,65Pioc. Oel; nach van He es aus reifen wie aus unreifen Beeren 0,3Proc; nach Blanchet au3 einjährigen reifen Beeren 0,4 Proc, ausguten reifen Beeren (beim Destilliren mit Wasser und Kochsalz) 1,56Proc, nach Steer geben die ganzen Beeren unmittelbar mit Wasserdestillirt etw r a 0,4 Proc. Oel, zuerst mit Wasser ausgewaschen unddann destillirt geben sie 0,75 Proc.

Eine Auflösung des Wachholderöls in Branntwein ist der Waeh-holderbranntwein oder Genever der Holländer wie der Engländer.

Das Oel wird als harntreibendes Mittel angewendet; innerlich ge-nommen ertheilt es dem Harn Veilchengeruch. Fe.

Wachholdercamphor, Wachholderölcam-phor, s. oben S. 309.

Wachh olderholzöl, brenzliches Kaddigöl, Kadde-öl, Oleum juniperi empyreumaticum. Ein dünnflüssiger Theer, welcherdurch trockene Destillation oder Schwelung von harzigem Wachholder-holz von verschiedenen Juniperusarten gewonnen wird. Es ist ein dun-kelbraunes dickflüssiges Oel von wachholderartigen und zugleich brenz-lichem Geruch. Es wird äusserlich zu Einreibungen bei Rheumatismus.Hautkrankheiten u. s. w. besonders in der Thierheilkunde angewendet.

\\ a ch S. Diese ursprünglich dem Bienenwachs allein gehörendeBezeichnung hat man später als Gattungsnamen auf eine grosse Reihevon Körpern ausgedehnt. Man bezeichnet daher jetzt mit dem Na-menWachs" im weiteren Sinne Verbindungen theils pflanzlichen theilsthierischen Ursprungs die den Eetten nahestehen, aber nicht wie dieseGlyceride sind (daher gehört das sogenannte japanische Wachs nichtzu den eigentlichen Wachsarten). Von diesei. Wachsarten sind wenigehinreichend genau untersucht, um mit Sicherheit über ihre chemischeZusammensetzung entscheiden zu können; sie sind sauerstoffarme Ver-bindungen und enthalten die höheren Glieder der FettsäurereiheC n ff n 04 zum Theil wenigstens frei, zum Theil mit Alkoholradicalenverbunden. Sie sind in der Kälte mehr oder weniger hart, in derWärme weich, unter 100° C. schmelzbar; nicht in Wasser löslich,schwerlöslich oder unlöslich in Alkohol, löslich in Aether, flüchtigenund fetten Oelen, in Schwefelkohlenstoff", Chloroform u. s. w. Sie sindnicht ohne Zersetzung flüchtig, an der Luft erhitzt verbrennen sie mitleuchtender Flamme. Durch wässerige Alkalien sind sie nicht leichtverseifbar, leichter beim Schmelzen mit Kalihydrat.

1. Pf lanzen wachs.

Wachs findet sich im Pflanzenreich sehr allgemein, es findet sichhäufig als Ueberzug aufPflanzentheilen. so auf den Stengeln, auf Früch-ten, auf Blättern u. s. w.

Die wichtigeren der bis jetzt wenn auch meistens nur unvollständiguntersuchten Pflanzenwachsarten sind etwa folgende: