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9 (1864) [U - Z]
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ß

298 Volumen.

zu achten, dass aus dem Wasser oder Quecksilber alle Luft ausgetrie-ben -wird, was durch Auskochen geschieht, und dass die Flüssigkeit indem Gefässe eine genau bestimmte Temperatur hat. Eine der am sorg-fältigsten ausgeführten Volumsmessungen dieser Art ist wohl die, wel-che Regnault bei der Bestimmung der Dichte der Luft ausgeführt hat.Der leere Ballon, dessen Volum bestimmt werden sollte, wiegt m =1258,55 Grm. bei 4,2° C. und 757,89 Barometerstand diesen auf 0° re-ducirt. In den Ballon wurde eine kleine Quantität Wasser gebracht underhitzt, während man mit einer Luftpumpe den Ballon auspumpte. Ineinem zweiten Gefässe Hess man destillirte3 Wasser kochen, um es vonLuft zu befreien. Auf den Ballon brachte man mit Hülfe eines Kautschuk-rohrs eine heberförmige Glasiöhre, deren einer Schenkel bis nahe auf denBoden des Gefässes mit dem kochenden Wasser reichte. Nach Oeffhungdes Hahns an dem Ballon trat das kochende Wasser langsam in die-sen, ohne mit der Luft in Berührun" zu kommen. Nachdem der Ballonganz voll war, wurde das gekrümmte Rohr weggenommen, und dafüreines mit einer Kugel aufgesetzt, welche man mit kochendem Wassergefüllt erhielt, um bei der Abkühlung des Wassers im Ballon diesenvoll zu erhalten. Nachdem der Ballon die Temperatur der Umgebungangenommen hatte, wurde er in ein Gefäss mit Eis gebracht, und beidem ersten der drei angestellten Versuche 13 Stunden lang darin ge-lassen, wodurch man sicher war, ihn bei 0° voll Wasser von 0° zu ha-ben. Er wog nun m, = 11126,05 Grm. bei 6° C. und 761,77 Barometer-stand. Bei dieser Beobachtung betrug die Feuchtigkeit 0,7, was einerSpannung des Wasserdampfes von 4,90 mm entspricht. Die Dichte derLuft war daher dieselbe wie bei 756,87 -f- 5 ' 8 . 4,90 = 759,93 mmtrockener Luft.

Ist G die Masse des Glases und der Fassung, <d die mittlereDichte des Ballons, und A die Dichte der Luft, so ist die Masse derG

verdrängten Luft ^-r A für den Ballon und ebenso

-=r-A für die gebrauch-____________________________________________ o

ten Gewichtstücken, wo d deren Dichte ist. Man hat daher für das

Gleichgewicht an der Wage wegen des Auftriebs der Luft

G(l ------r] = m (l-----v-j, und ebenso für die zweite Wägung:

(l ~\+ V 0 d 0 - V 0 (1 + cfl.) A, = m, (l --)

~ \ + V 0 d 0 - V 0 (1 +.) A, = m, (l - -j

wo V 0 das Volum des Ballons bei 0°; d 0 die Dichte des Wassers bei0° ist, c der räumliche Ausdehnungscoefficient des Glases, Aj dieDichte der Luft bei der zweiten Wägung. Vernachlässigt man diesehr kleine Differenz von A und Aj in den ersten Gliedern, so erhältman durch Subtraction dieser beiden Gleichungen:

7 0 (d 0 - (1 -j- cflO Aj) = m', - m',wo unter m\ und m' die wegen des Auftriebs der Luft corrigirten Ge-wichte, die rechten Seiten der obigen Gleichungen sind. Diese sindmit d= 8,3 gleich 1258,36 und 11124,35,'womit m\ m! =9865,99 wird. Nimmt man nach Kopp d 0 = 0,9998769 und c =0,000025; Aj = 0,0012655, so wird das Volum des Ballons bei 0»9865,99

F =

0,9986112

= 9879,712 Cubikcentimeter.