Viburnumsäure.
Vicia.
275
Leo ! ) hat versucht, den Farbstoff, welcher sich im Safte der aus-gepressten frischen Beeren findet, abzuscheiden; er wird durch Zinn-salze auf Zusatz von etwas Kali roth oder violett gefällt. Die flüchtigeSäure der Beeren erkannte Chevreul als identisch mit seiner Del-phinsäure oder Phocensäure, die dann ja auch als identisch mit Vale-riansäure sich zeigte (s. unter Valeriansäure). Fe.
Viburnumsäure. Die in der Binde enthaltene flüchtigeSäure, später als identisch mit Delphinsäure und Valeriansäure (s. d.Art.) erkannt.
Vieariirende Bestandtheile. Fuchs 2 ) zeigte, dasseinige Körper in manchen Verbindungen an die Stelle von anderentreten können ohne Aenderung der Form zu veranlassen; er nanntediese Körper vieariirende Bestandtheile (s. unter Isom orphismusBd. IV, S. 150).
VlCia, "Wicken. Die am häufigsten benutzte Art ist V. sativa.Schieiden u. Schmid 3 ) haben die Entwickelung dieser Pflanze durchVergleiehung der elementaren Zusammensetzung ihrer Theile in ver-schiedenen Entwiokelungsperioden studirt. In der ersten Periode (18Tage nach dem Aussäen) war das Gewicht der Pflanze etwa im Ver-hältniss wie 1:1,29 kleiner als das des Samens; die absolute Mengedes Stickstoffs vermehrte sich von der ersten Periode bis Ende derReife um das 32fache, die des Kohlenstoffs um das 67fache, des Wasser-stoffs um das 65fache und des Sauerstoffs um das 70fache. NachSchwerz liefert die Pflanze im Mittel 30 Thle. Samen auf 70 Thle.Stroh. Der Samen enthält die gewöhnlichen Bestandtheile der Legu-minosen, nach Goebel enthalten 100 Thle. Samen 39 Thle. Stärkmehl,4 Kleber; Greif erhielt 68 Stärkmehl, 2 Kleber, sonst Zucker, Eiweissund andere Bestandtheile; 100 Thle. der lufttrockenen Pflanze gebenim Sande gewachsen 6,8 Proc, in künstlicher Ackererde gewachsen9,2 Proc. Asche; erstere enthielt 50,3 Proc. in Wasser lösliche, 36,3in bäuren lösliche und 13,1 in beiden Flüssigkeiten unlösliche Theile;letztere enthielt 37,2 in Wasser lösliche, 44,8 in Säuren lösliche und17,4 in beiden Flüssigkeiten unlösliche Theile (Wiegmann u. Pol-storf).
Nachstehende Tabelle giebt die Zusammensetzung der Asche vonWicken; I. nach Sprengel 4 ), II. nach Lewi 6 ); nach Letzterem istsie frei von Kohlensäure. Cohen 6 ) giebt die Zusammensetzung derAsche von Wickensamen von Neufchatel (III.). Das lufttrockeneStroh enthält 10 bis 12 Proc. Wasser, 26,0 Proc. durch Wasser und30,7 durch Kalilauge ausziehbare Bestandtheile, 42,0 Proc. Faser und5,10 Proc. Asche (s. IV.) (Sprengel 7 ).
J ) Dingl. polyt. Joum. Bd. XL VI, S. 120. — a ) Sehweigg. Joura Bd. XVS. 382. — 3) Pogg. Annal. Bd. LXXI, S. 138. — <) Journ. f. techn. u. ök. Chem!
Bd. X, S. 350. — 6 ) Annal. der Chem. u. Pharm. Bd. L, S. 421. __ «) Annal.
d. Chem. o. Pharm. Bd. LXXXV, S. 2S8. — ') Journ. f. techn. u. Ökonom Chem'Bd. VI, S. 398.
i8 ;