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9 (1864) [U - Z]
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Vetiver. - Viburnum.

in normaler Stellung ooP, das in diagonaler Stellung ooPco, diequadratische Pyramide P mit dem Endkantenwinkel = 129° 29' undmit dem Seitenkantenwinkel = 74° 14', die Basisfläche, beobachtetwerden, ausserdem finden fich noch andere quadratische Pyramiden,octogonale Pyramiden und octogonale Prismen. Die Krystalle sindvorherrschend prismatische, seltener pyramidale, sie sind auf- und ein-gewachsen, verwachsen, zu stengligen bis körnigen Aggregaten, die bisin das Dichte übergehen; er ist unvollkommen spaltbar parallel denbeiden Prismen ooPoo und ooP, der Bruch ist muschlig, uneben bissplittrig. Er ist vorherrschend braun oder grün gefärbt, hell oderdunkel bis fast schwarz, auch gelb, selten blau; er ist glasartig glän-zend auf den Krystallflächen zuweilen sehr stark, auch wachsartig be-sonders auf den Bruchflächen, durchsichtig bis an den Kanten durch-scheinend, spröde, hat weissen Strich, die Härte 6,0 bis 7,0 und dasspecif. Gewicht = 3,2 bis 3,5, Vor dem Löthrohre schmilzt der Vesu-vian leicht und mit Aufschäumen zu einem gelblichgrünen bis braunenGlase, zeigt mit Borax oder Phosphorsalz geschmolzen Eisenreactionund in letzterem ein Kieselskelett. In Salzsäure ist er nur unvollstän-dig nach dem Schmelzen aber vollständig auflöslich, Kieselgallerte ab-scheidend. K.

Vetiver, Kus-Kus, Iwarancusawurzel, der Wurzel-stock einer indischen Grasart, wahrscheinlich von Anatherum murica-tum, vielleicht auch von verschiedenen anderen ähnlichen Arten Andro-pogon Schoenanthus L. u. a. m. Diese Wurzel wird in Ostindien zuDecken, Matten, Schirmen u. s. w. verarbeitet; beim Befeuchten dieserGegenstände mit Wasser verbreiten sie den angenehmen Geruch derVetiverwurzel. Die Wurzel enthält zwei ätherische Oele, ein flüchtigereswelches leichter als Wasser ist, und ein weniger flüchtiges von dick-flüssiger Beschaffenheit (Cap); 100 Pfund guter Wurzeln geben etwa7 / 8 Pfund ätherisches Oel, welches Aehnlichkeit mit dem Sandel-holzöl hat.

Man verwendet des angenehmen Geruchs wegen die Vetiverwurzeltheils unmittelbar, oder man benutzt die alkoholische Tinctur oder end-lich das ätherische Oel der Wurzel *).

Das Oel von Andropogan Schoenanthus Roxb. (nicht Lin.),kommt als Verbenaöl oder Lemon Grass-oil besonders von Ceylon in denHandel; es riecht dem Citronöl sehr ähnlich und wird seines niederenPreises wegen vielfach zu Parfihnerien gebraucht. Fe.

Viburnum. V. Opidush. Der Schneeballenstrauch, einezu den Capriföliaceae gehörende Pflanze. Kraemer 2 ) giebt an, inder Rinde dieser Pflanze, welche früher als Cortex Sambaci aquaticaeofficinell war, neben GerbstolF und anderen gewöhnlichen Bestandtheileneinen eigenthümlichenBitterstoff (er nennt ihn Viburnin) gefunden zuhaben und eine eigenthümliche flüchtige Säure, die er für verschiedenhielt von der in den Beeren enthaltenen Säure; Moro 3 ) hat aber spätergezeigt, dass diese Säure wie die der Beeren Valeriansäure sei.

l ) Archiv d. Pharm. [3.] Bd. XCVIII, S. 94; Annal. d. Cliem. u. Pharm.Bd. VII. S. 88. 2) Archiv d. Pharm. Bd. XL. S. 265; Buchn. Repert. Bd. XC.S. 442. 3 . Anns!, d. Chem. u. Pharm. Bd. LV, S. 330.