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9 (1864) [U - Z]
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Verzinnen.

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Nachdem die Verzinnung vollendet, muss sie mit sein verdünnter Säure,am besten mit einer verdünnten Lösung von Zinnsalz abgewaschen,mit Sägespänen und zuletzt mit Tüchern abgetrocknet werden.

Innen und aussen mit Zinn überzogene Bleiröhren (s. Art. Blei 2. Aufl.II, 2, S. "27) werden nach Sebille *) und.Benett 2 ) dargestellt, indemman einen hohlen Formkern anwendet, in den man geschmolzenes Zinnfliessen lässt. Er hat eine ringförmige Vertiefung in der durch Löcherdas Zinn austritt und die eben gebildete Bleiröhre innen überzieht.Eine ähnliche Vorrichtung vor der Formplatte bewirkt die äusserlicheVerzinnung. Diese Röhren sehen zwar recht schön aus und verdienendeshalb wohl Verwendung, der Ueberzug ist aber zu dünn und nichtohne Fehlstellen, so dass Flüssigkeiten, welche Blei angreifen, nichthindurchgeleitet werden dürfen.

Verzinnung auf nassem Wege. Um kleine messingene undkupferne Gegenstände mit einem dünnen Zinniiberzug zu versehen, dür-fen die gereinigten Artikel nur mit gesättigter Weinsteinlösung undgekörntem Zinn gekocht werden. Man erhält noch eine schönere Ver-zinnung, wenn man Zinnasche in Aetzkalilauge kochend löst und die-ser die Gegenstände nebst Zinngranalien zusetzt. Nachdem die Flüssig-keit einigemale aufgekocht hat, sind die Waaren gleichmässig und sehrschön verzinnt.

Eiserne Gegenstände lassen sich mit dem Zinnsud aus Weinsteinebenfalls verzinnen, wenn sie vorher verkupfert waren. Dies ist nachBonsfield 3 ) nicht erforderlich, wenn man in 100 Pfd. Wasser nury 2 Pfd. Weinstein löst, mit Schlämmkreide, von der man beiläufigi bis 3 Loth braucht, neutralisirt und eine Lösung von 1/4 Pfd.Zinnsalz in 10 Pfd. Wasser zugiesst, die Flüssigkeit auf 80°C. er-wärmt und zugleich mit dem Eisen Zinkstückchen einwirft oder einGefäss von Zink anwendet. Gersheim 4 ) empfiehlt eine saure Lösungvon gleichen Gewichtstheilen Zinnsalz und Kochsalz mit 1 / t Salmiak;der Lösung werden 2 Gewichtstheile Salpetersäure und 4 GewichtstheileSai/säure zugesetzt und das Ganze nach Bedürfniss verdünnt. Das zuverzinnende Kupfer- oder Eisenstück wird mit Zinkdraht umwunden kalteingelegt. Roseleur 6 ) stellt die sogenannte fönte argentine dar, in-dem er in 500 Pfd. Wasser 6 Pfund pyrophosphorsaures Natron löstund 1 Pfd. gewöhnliches käufliches Zinnsalz und iy 2 Pfd. getrocknetesund geschmolzenes Zinnsalz zusetzt. In die auf 80° C. erwärmte Lö-sung bringt man mit einigen Zinkstücken die eisernen Gegenstände.Nur wenn Zink verzinnt werden soll, bedarf man der Anwendungder galvanischen Batterie.

Wenn man den galvanischen Strom zu Hülfe nimmt und Lö-sungen von Zinnsalz in Alkali anwendet, muss man nur schwacheStröme benutzen, weil sonst das Zinn nicht fest, sondern in Schuppensich anlegt. Vorschriften mit Zusatz von Quecksilber G ) sind nicht zuempfehlen.

Verzinntes Kupfer ist schlecht zu verwerthen, man kann aber leicht

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J ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLII, S. 428; — 2) Dingl. polyt. Journ. Bd. GLV,fcj. 422. — S) Dingl. polyt. Journ. Bd. CXLVI, S. 393. — *) Dingl. polyt. Journ.bd. CXLVI, S. 394. — B ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CXIX, S. 291 u. Bd. (JXXXVUI,S. 317; auch Bd. CXXIV, S. 316. — 6 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLVIII, S. 441.