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Neu-entdeckte Heimligkeiten des Frauenzimmers : bestehend in 3 Theilen, wovon der erste eine vollkommene Beschreibung von Erzeugung der Menschen, sambt der Natur, Schönheit, Eigenschafft, Gebrechen und Zufällen. 2. Auserlesene curieuse erörterte medicinische und physicalische Fragen, sambt den neuesten Observationibus. 3. Von der Diaet, rechtem Gebrauch der Speise und Tranck
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Kranckheit die Geburts-Glieder fühlen. 403

weil sie der ehelichen Wercke allzu offt pflegen undkeine Ordnung darinnen halten, und bloß denenunordentlichen Begierden statt geben. Wie viel-mehr müssen schwache Leute, welche,so zusagen,kaum vom Tode auferstanden, dadurch gcschwa-chet werden? Wer denen Weibern allzu sehr ge-fallen will, wird entweder erdfarbig, gelbliche,blaß, bleufarb oder blaulich, und die Glieder wer-den schlaff.

Hingegen so stehet man die Ehemanner, wel-che das Ehewerck maßig treiben, und denen Wei-bern die schuldige Pflicht zwar genugsam, aberdoch mit Bescheidenheit leisten, viel geschickterund schöner werden, ja mit einer rechten lieblichenFarbe und röthlichenWangen einhergehen; weilsie sich von der Frauen nicht gar aussaugen lassen,sondern nur die übrige Feuchtigkeit von sich ge-geben.

Alk Glieder des Leibes haben ihre eigene na,türliche Würckung, als nehmlich : Die Augendas Gesicht, die Ohren das Gehör, die Nasenden Geruch, die Zunge den Geschmack, die Bla-se das Harnen, die Eingeweyde denUnrath aus-zuführen, die Geburts-Glieder, Kinder zu zeu-gen. «. Alle Glieder wollen mit Masse gebrauchtwerden, sonst nehmen sie nach und nach ab, undleiden den grossen Schaden. Die Augen werdendunckel und müde, wenn sie ohn Unterlaß scharffsehen müssen. Deßgleichen wird man taub vonallzu starckem Klang, Losung der Stücken, undvielen Hämmerns und Schlagens,wie man offtan denenSchmieden oblerviret. Nicht weniger sdCc 5 verlieh-