42g Cap.XXlX. Nach überstanden«
Kräffle welche zuzunehmen angefangen, bald wie-der über einen Haussen fallen, und sich ver-liehren.
Mit denenWeibern bat es eine gar andereMey»nung in den ehlichen Wercken, weil sie dadurchnicht so sehr, als die Männer bemühet werden,son-dem sich vielmehr dabei) stärcker befinden. Wiees denn bißweilen geschieht, daß etliche Weibersich deroweqen kranck stellen, nur allein, daß sie ih-re Ehe-Männer desto begieriger zum ehelichenWerck machen. Salomon vergleichet die ver-schlossene Mutter eines Weibes, der Holle, undzehlet sie unter die unersättlichen Dinge. Wel-ches aber nur von denenjenigen, welche eines hitzi-gen lemperamemz und begierig, wie auch unge-zogen und frech sind, nicht aber von erbaren Ma-tronen verstanden werden soll. Dennoch ist ge-wiß, daß die Weiber, wenn sie von Kranckheit ge-nesen, aus unzeicigem Ehewerck, gleich so wohlalsdie Manner Schaden nehmen, und die Unmaßig-keit bey wenig unzüchtigen Weibern statt hat.
Derowegen sollen alle die im Ehestand leben,wofern sie ^ppenc zur Frauen bekommen, wennsie kaum von einer Kranckheit genesen, sich zah-men, und nicht zu hurtig zufahren, und sich Scha-den dadurch zufügen, weil noch wenig Kraffte inihnen sind, wenn sie nun dadurch zum andernmahlwieder in Kranckheit verfallen, so sterben sie ent-weder plötzlich, odergercuhenin eine langwierigeKranckheit.
Mansche nur an die starckstcn neue Ehe-Leute,welche kaum vetthliget, wie heßlich sie werden,
weil