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2 (1803) Spezielle Therapeutik
Entstehung
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294
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chemische Veränderung zum Grunde hat, und nicht Ue-berreiyung allein, welches überdi-ß dadurch widerlegtwird, daß diese Schwächung ohne alle vorhergegangeneErscheinungen von Ueberreitzuug erfolgen kann. Hierbei)ist jedoch zu bemerken, daß selbst diese Gifte bey einerkonzentrirten Anwendung ( wie jede heterogene Potenz )eine örtliche Erregung hervorbringen können, die abersihr bald einen asthenischen Charakter annimmt.

Manche bringen eigenthümliche Degenerationen derorganischen Mischung sowohl in ihren flüßigen als festenVerbindungen hervor, z. B. das Bley Trockenheit undRigidität der Faser, der Merkur Geschwülste und Ver-härtungen der Drüsen, Knochengeschwü/ste, welches al-les nicht ohne eine chemische Einwirkung zu erkläre» ist.

Manche vermögen andere heterogene Stoffe imOrganismus zu zersetzen und zu neurralisiren, z. B. derMeikur das venerische Gift; ebenfalls eine chemischeWirkung.

Endlich zeigt sich auch die chemische Wirkung da-durch deutlich, daß bey den allmähljFen (schleichenden)Vergiftungen die durchdringendsten und unheilbarstenDesorganisationen erzeugt werden können, ohne vorher-gegangene örtliche oder allgemeine Affektionen der Erre-gung, wenigstens ohne daß sie mit jenen DestruklionFnim Verhältniß stünden.

Es scheint dieses Gesetz der chemischen Eittwirkuag ill die Organi-sation von allen metallischen Stoffen zu gelten, wovon das Eiseneinen sehr auffallenden Beweis giebt. Es theilt bey seinem Fort-gebraucb immer dem Organismus etwas mit, sey es nun sichselbst oder ein organisch - verändertes Produkt seiner selbst, wo-von die Folge vermehrte Rothe, Gerinnbarkeit und Warme desAlutZ, und vermehrte Dichtigkeit und Kahäsion der Faser »st,und wir finden eine auch nach dem Gebranch sortdauernde Ver-änderung der organischen Mischung eben so gut vom Eisen wievom Arsen'k, Bley, Quecksilber, nur mit dem Unterschied, daßdiese Beymischmig der Eisemheile der Vitalität wohlthätig, dieanderer Metalle hingegen nachtheilig ist.

Es fragt sich: Geschieht hierbei) ein substantiellerUebergang des Gifts selbst in den Organismus, und ist