L. Wl>d ^ie Wunde ausgeschnilt^k, oder, wohüs nicht möglich, muß sie fkarifizirt, und <in Schröpf'köpf daraus gesetzt werden, dessen Applikation ma» solange wiederholt, bis kein Blut mehr kommt, hierauffkanfizirt man wieder und setzt den Schröpfkopf wiederauf, bis kein Blut mehr austeilt.
2. Hierauf streut man Schießpulver in die Wun-de und zündet es an, als das einzige Mittel, um dieganze Oberfläche der Wunde, und das etwa schon darinxingesogene Gift in Kohle zu verwandeln und zu zer-stören.
Z. Muß die Wunde durch mit
Kanthariden in starke Eiterung gefeKt nnd darin dreyMonate erhalten werden.
4. Wendet man gleich vom Anfange die Belladon-na in steigender DostS an, so daß mit einem Gran an»gefangen , und nun nach Verschiedenheit des Alters täg-lich mit einem, oder einen« halben Gran gestiegen wird,bis man den Punkt erreicht, wo Verdunkelung der Au-gen und Betäubung entstehen, welches zuweilen erstbeym neunten Gran erfolgt. Mit dieser Gabe, oder,wenn fie zu stark angreist, etwas weniger, fährt mannun 14 Tage lang fort, und hört dann mit abnehmen-der DoM, so wie man angefangen hat, nach und nachauf. '
Sehr wichtig scheint mir der Umstand, daß mandie Belladonna täglich in der vollen Dosis nur einmalAbends vor Schlafengehen giebt, und den darauf fol-genden Schweiß gut abwarten läßt.
In den ersten drey Wochen müssen im Umfan-ge der Wunde Einreibungen von Nercur. ge-macht werden.
6. Auch nach dreymonatlicher Eiterung der Wun.den muß doch wenigstens ein Jahr lang eine Fontanellein der Stelle der Wunde oder nahe dabey getragenwerden.