Die Bedingung der Wirksamkeit des Kontagiumsüberhaupt im Organismus ist Rezeptivitat dafür, undzwar entweder als für eine allgemein schädliche Potenz(allgemeine Rezeptivitat), oder als für einen spezifi-schen Stoff, ihn als solchen zu perziviren und stch zuassimiliren ( spezifische Rezeptivitat) .
Der Beweis davon liegt in dem versö -ed^nen Er-folg der Mittheilung des Kontagiums. Z'uve.ien er-folgt gar keine Wirkung im Organismus ( hjer fehltalle Rezeptivitat, sowohl die allgemeine a!S spezis:sche);zuweilen erfolgen blos allgemeine Wirkungen einer schäd-lichen Potenz nach der Verschiedenheit der allgemeinenoder örtlichen Anlage, Fieberbewegungen von verschie-denem Charakter, Entzündungen, Eiterungen zc., aberohne die spezifischen Erscheinungen der besonderen Artdes Ansteckungsstoffs und ohne Reproduktion desselben(hier ist zwar allgemeine, aber keine spezifische Rezep-tivitat vorhanden); zuweilen aber folge« die dies»,!! -in»steckungsstoff eigenthümlichen Erscheinungen und Repro.duktion desselben ( hier allein ist spezifische Rezeptiritätanzunehmen).
Hier ist es nun die spezifische Rezeptivitat ( gcwohnlich besondere Disposition zu einer Anfiel! ^krankheit genannt), die uns vorzüglich interMrt." —>WaS sie ihrer Natur nach sey , ist bey unsHr un 'oll.kommenen Kenntniß der innern Natur des Organu'-nüsüberhaupt schwer zu bestimmen. Offenbar muß . n?eigene Stimmung der Sensibilität ( als Perzeptionsbe-dingung) und des organischen Chemismus (als Re-produktionsbedingung) dabey konkurriren. Dei^^chkann man mit Recht annehmen, daß das Nervensy-stem, als der Sitz der Sensibilität, und das ^'ymph-system, als die erste Instanz alles Uebergangs in denOrganismus, und aller Assimilation, Hierbei) vorzüg-lich konkurriren müssen, und daß dieß eigentlich dieSpsteme find, durch welche und in welchen Ansteckung
möglich