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2 (1803) Spezielle Therapeutik
Entstehung
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175
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Das erstere ist der Fall bey allen fieberhaften Kon-tagien. Hier ist die Dauer der Wirkung an die Periodeeines akuten Fiebers gebunden, also 8, ^4, Tage.Mit dem ganzlichen Aufhören des Fieberzustandes hatauch die Vergiftung und Reproduktion des Gifts einEnde; ja selbst die Rezeptivität für daS Gift wird da-bey auf ininier, oder wenigstens auf einige Zeit ver-nichtet, so daß die Individuen nach uderstandener Ver-giftung entweder zeitlebens, oder wenigstens währendder herrschenden Epidemie nicht wieder angesteckt werden.Von der ersten Art sind die Pocken-, Masern-, Schar-lach- , Keuchhusten - Kontagien ; von der letzten Art daSPestkontagium. Man unterscheide nur hierbei) dieDauer der Vergiftung von der Dauer des Gifts. DerOrganismus kann schon völlig von Gift gereinigt seyn,und dennoch das Gift noch als abgesonderter Stoff inder Gestalt von Schorfen, Auroünstungsmatcrien unddergleichen auf der Oberflache des Körpers einige Zeitlang hangen bleiben.

Unbestimmt ist die Dauer der Wirkung bey dennicht fieberhaften Kontagien; denn hier fehlt der Gradvon Reaktion der organischen Thätigkeit, der zu ihrerVernichtung erforderlich ist. Die Dauer richtet sich da-her theils nach der Natur des Koiuagiums (manchesind leichter, manche schwerer, manche gar nicht durchdie Kräfte der organischen Natur zu zerstören), theilsnach der Art seiner Mittheilung, theils nach der Le»bensenergie des Subjekts überhaupt und seiner besondernRezeptivität für das Kontaginm, theils nach den äußerndie Reproduktion und Abfcheidung des Kontaginms be.günstigenden oder hindernden Umständen, wohin vor-züglich Klima, Lebensart und Anwendung der Kunstgehören. So geschieht es, daß manche dieser Ver-giftungen ohne Einwirkung der Kunst nie ganz aufhö-ren, und durch die Bearbeitung des Organismus zwardie Form und den Grad ihrer Heftigkeit verlieren, aberunter wechselnden und immer wiederkehrenden Formell