Zufälle innerer Theile, weit gefährlicher sind als dievorhergehende Hautkrankheit. Es ist fast keine Krank-heitsform, die dadurch nicht hervorgebracht werdenkönnte. (S. oben vrakt. Regeln beym Gebrauch äus-serlicher Mittel.) Sie können von der hartnäckigstenArt seyn, ja, wenn sie nicht bald gehörig behandeltwerden, das ganze Leben hindurch dauren. Sowohlfieberhafte als chronische E/antheme sind diesem Zufalleunterworfen, und unter den ersten vorzüglich diejenigen,welche von superfizieller und flüchtiger Nalur sind, z.B.
LcarlAtinÄ, ^Vlvrbijji (auch
das überhaupt eine zwischen Lokalentzündung und E?an-them das Mittel haltende Affeklion ist.) Je mehr dasHautübel Wirkung eines spezifischen Kontagiums ist,desto gefährlicher ist der Zurücktritt desselben. Vorzüg-lich leicht entstehen diese Folgen, wenn das Verschwin-den des Hautübels schnell und ans Einwirkung suppri-mirender Mittel erfolgte, vorzüglich der Kalte, Bley-mittel, adstringirender Stoffe, auch heftiger Gemüths-affekte, insonderheit deprimirender Art.
Diese sekundären Krankheilen, sie mögen eine Formhaben, welche sie wollen, sind immer alS antagonisti-sche Thätigkeiten zu betrachten, deren Grund entwederdas aufgehobene Gleichgewicht im Organismus, odereine fortwahrende innere oder allgemeine Krankheit ist,die, da ihr die Aeußerung in der Haut genommen ist,sich nun in einem andern Organ oder in einer andernJorm äußert und darstellt.
Die Kur hat folgende Indikationen:
I. Man untersuche den dynamischen Charakter derdurch den Zurücktritt der Hautkrankheit erregten palho«logischen Reaktion, verbessere denselben, und wende dieetwa daraus entstehenden Gefahren ab.
Diese Ruckstcht tritt besonders bey fieberhaftenund kontagiösen E^anthemen ein, und diese Indikationist da immer die erste und wichtigste, indem dadurch die«nmittclbar entstandene Lebensgefahr beseitigt wiH, Es