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2 (1803) Spezielle Therapeutik
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II. Man unterscheide die weniger schädlichen äus>serlichen Mittel von den gefährlichen suppriun den,und bestimme darnach die Auswahl und Folge der An-,Wendung, Die unschädlichsten sind die oben genanntenallgemeinen Reinignussmiticl, und die Abkochungenund Säfte von Begetnbilien, die keinen adstnngiec.'ideaStoff haben, Diese können bey chronischen Hautkrank-heiten unter ailen Umständen, und gleich vom Anfangean, gebraucht werden. Bedenklicher schon und mehrVorsicht erfordernd ist der Gebrauch der fetten und ölich-ten Mittel; noch bedenklicher der Merkurial-und Anti-monialmittel. Noch mehr Zirkumspektion erfordert derGebrauch des Schwefels, des Zinks und Bismuths,der vitriolischen Mittel, der Säuren; noch mehr dieadstringirenden Mittel und die Kälte; und das aller-bedenklichste und nur im äußersten Falle und auf kurzeZeit anzuwendende ist das Bley. — Die äußerlichenMittel, welche anfangs mehr Reitz und starkern Aus»schlag erregen, ehe sie ihn heben ( wie z. B. die Mcr-kurialia) sind immer sicherer anzuwenden, als die. wel,che ohne diese erste Wirkung gleich den Ausschlag ver-schwinden machen. — Uebrigens bestimmt auch oft dieVerschiedenheit der Form der Hautkrankheit, dieses oderjenes Mittel vorzüglich zu wählen, da die Erfahrunglehrt, daß in manchen Formen dieses, in manchen jenesvorzüglich wirksam ist, z. B. Schwefel bey Skabies.Nußol bey trockenen HerpeS ic.

III. Man verbinde den Gebrauch der äußerlichenMittel, besonders wenn sie supprimirend sind, immermit inneren diaphoretischen Mitteln. Der Nutzen die-ser Methode ist zweyfach:

i Man verstärkt dadurch die Wirkung VeräußernMittel, und beschleunigt die Kur.

2. Man verhütet dadurch manche Gefahren, dieder blos äußere Gebrauch durch Suppreffion der Haut»thätigkeit erzeugen könnte. — Besonders ist in dieserHinsicht der Mitgebrauch lauer Bäder immer außeror-