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2 (1803) Spezielle Therapeutik
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I. Fehler des quantitativen oder dynamischen Ver-hältnißes.

Alles, was daS quantitative Verhältniß so ver-andern kann, daß entweder Sthenie oder Asthenie derHaut entsteht, kann auch, bey hinlänglich starkem Gra-de der Wirkung, oder bey vorhandener Disposition,krankhafte Erscheinungen in der Haut hervorbringen.

Demnach können alle Ursachen, sowohl der krank-haften Hlhenie als Asthenie, auch entfernte Ursachender Hautkrankheiten werden, besonders wenn ihre Wir-kung entweder durch unmittelbare Anbringung, oderdurch innere im Organismus liegende Bedingungen aufdie Haut dirigirt und konzentrirt wird.

Hier ist nun der Fall doppelt:

1. Allgemeine Fehler des quantitativen Verhält-nißes.,

Es ist allgemeine Di-ulielis likenics oder Ältkc.nica vorhanden, welche entweder für sich schon so auf dieHaut wirkt, daß sie die normale Thätigkeit und ma-terielle Mischung derselben stört, oder in Verbindungeiner Ursache der zweyten (qualitativen) Klasse diese Wir-kung hervorbringt. So können sowohl akute alschronische allgemeine Krankheiten Hautübel zur Folgeund zu Symvtomen haben,

2. Oertlich wirkende Potenzen, welche die Hautin der Art und in dem Grade affiziren, daß Störun-gen ihrer normalen Thätigkeit und Mischung erfolgen.

Dieß kann geschehen:

a) Movathisch, durch alles, was unmittelbarreißend oder schwächend auf die H^ut wirkt.

Dahin gehören Schmutz, Unreinlichkeit, rauhewollene Bekleidung, chemisch reihende Stoffe, Friktion,Nässe, hoher Grad von Hitze oder Kalte, starkes Schwi.tzen , besondere Schärfe und reitzende Beschaffenheit derausdunstenden Materien.

So qiebt es Menschen, bey denen schon der Aernch und dieju ckend beißende Eigenschaft der Ausdünstung zeigt, daß sie ei-