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2 (1803) Spezielle Therapeutik
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T h e r a p e u t i k.

Die Indikationen sind folgende:

1. Mn hebe die entfernte Ursache, welches oftallein schon zur Heilung hinreicht, z. B. Ausleerungder gastrischen Unrcinigkcitcn, Wiederherstellung der Haut-Hatigkeit beym einfachen rheumatischen Fieber.

II. Man vermindere die zu lebhafte Erregbarkeitund Thätigkeit des Gefäß-und Nervensystems (dienächste Ursache des Fiebers). Dazu

,. Ruhe, horizontale Lage, mäßige und gleich-förmige Temperatur der Warme, besonders durch Haut-bedeckung, Verminderung alles Reißenden in Speisen undGetränken; daher Vermeidung des Fleisches, Weins,Biers, Kaffees, lc>, genug eine mäßig antivhlogisiischeDiät, bey jedem einfachen Fieber zu empfehlen ist.

2. Maßige Gaben, gelinder, besonders die Blul-zirkulation vermindernder und kühlender Mittel, das^.ciäum lartari und andere vegetabilische Sauren,Jarwruz vitriolatu«, 8a1 ^>ol/ctireli. 8eißn.^Ic^i cNiÄturn (?otio Niverii), l^arnarincien,eine maßig vermehrte Absonderung der Darme, derHaut, oder der Nieren. Alle diese Mittel vermindernin der nächsten Instanz die Thätigkeit des Blutsystems.

Z. Gelinde oder sehr flüchtig reihende Mittel, be-sonders, wenn sie zugleich die Hautabsonderung vermeh-ren.

Recht IVlllilius 6en« nannten? Wer Pruktizirt hat, wild sol-ch« Falle gewiß erlebt haben, besonders bey Kinder». Ist e3nun nicht besser, einen solchen Fall unter dem Namen, ein-faches Reisfiebei, unentschieden zu lassen, ol§ ihm eine quanti-tative Bestimmung anzudichten, die wir oft nach wenig Tagenumzuändern genöthigt stnd?

2. Eben so unentschieden ist in solchen Fallen die Behandlung.Für ein Fieber, was leinen bestimmten Ouantitätscharakterhat, kann ja auch keine bestimmte quantitative Behandlung an-gegeben werden, und wer in solchen Fälle» sie der Natur «M-dringen wollte, tinnte sehr leicht irren und schaden.