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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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387
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33/

Anhang.

Von dem Blute, als Zeichen.

1068.

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^he mau sich bestimmte Begriffe über die Veränderungen,die das Blut in Krankheiten leidet, erworben, glaubte man,jede Beschaffenheit desselben, die es, aus der Ader gelassen,annimmt, stimme mit der Eigenschaft und Mischung, die esin den Gefäßen des Körpers habe, überein, und hielt alsodiese Flüßigkeit für ein sicheres Zeichen des kranken Zustandes.

Allein schon vor dreyßig Jahren belehrte Will).Hewson die Aerzte durch überzeugende Versuche, daßmanche Eigenschaften des aus der Ader gelassenen Blutesmehr aus Rechnung der besondern Art der Verletzung der Ve-ne, der Beschaffenheit der umgebenden Lust, der größern odergeringern Weite des Geschirrs, worin das Blut aufgefangenworden, zu schreiben seyn, als daß man daraus geradezu aufdie Mischung des Blutes in den Gefäßen schließen könne.

Durch diese und Fourcroy's Versuche, wie durckeigene Beobachtungen überzeugt, stellte ich seit zwölf Jah-ren in meinen Vorlesungen den Grundsatz auf, daß dasBlut, so lauge es noch in thätige» Gefäßen umlaufe, kei-ne Verderbnis; jemahls erleide, daß also alle verschiedenewidernatürliche Beschaffenheiten des Blutes, die es, ausder Ader gelassen, annimmt, Folgen der durch die umgc.bendc Luft und durch die völlige Ruhe desselben bewirktenZersetzung seyn. (Handb. der Pathol. Th< l. §. Zoo. f.)

Dieser Grundsatz ist durch Euseb. Valli' s ') Par

') NZeigel'S ital, mediz. B^b. B. 1. St. 2. S, 1,5.