Z7o -----
gen °^) N'ciß man, wie verschieden tetGeruch der Austüi.siungbey verschiedenen Menschen nach ihrem Alter, Lebensart undNahrungsmitteln ist. Der eigenthümliche säuerliche Geruchder Ausdünstung kindlicher Korper; der besondere molkenar-tige Geruch der Wöchnerinnen; der merkwürdige Geruchaller Frauen, den man am besten mildem Gerüche der?«-nigz nrientgli« vergleichen kann; der spezifische Geruch inGefängnissen und aufSchiffen; der unerträgliche Gestankder Feuerländerund Eskimo's; der widerliche Geruch, dendie Ausdünstung gemeiner Juden um sie her verbreitet; dasalles sind Beyspiele von eigenthümlichen Mischungen derAus-dünstungsmaterie, die durch die eigenthümliche Stimmungder Absonderungswerkzeuge in der Haut erzeugt werden.
Es scheint bisweilen ein eigenthümlicher übler Geruchdes Schweißes an gewvssen Theilen ersord«Uch zu seyn, umeinen mäßigen Grad von Wohlbefinden zu erhalten. DerTheil, der diesen besonders riechenden Schweiß vergießt,scheint in diesem Fall ein eigenes Reinigungsorgan darzustel-len, dessen Thätigkeit zur Fortdauer des Wohlbefindensnothwendig ist. Gichtische Personen und solche, die anStockungen im Unterleibe leiden, haben oft beständig einenstinkenden Schweiß an den Füssen, der nicht ausbleiben darf,«hne daß die Gicht und andere Zufälle von neuem entstehen.
Auch die Unterdrückung anderer Ab-und Ausscheidun-gen trägt oft dazu bey, daß in der Haut stellvertretende Ab-sonderungen ähnlicher Stoffe vorkommen, wo dann ein ähn-licher Geruch des Schweißes entstehen kann. Eine hartnäcki-ge VerHaltung des Harns erzeugt bisweilen einen harnähnli-chcn, die Versetzung der Milch einen molkenartigen Geruchdes Schweißes.
1024.*) Kecuei! piriock. 6« I, ,oc. 6» mi6ec.» ?,ri«, vol. V. n. 2?.