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Dann ist er auch nachthcilig, weil er die Kräfte un-glaublich schwächt, wenn er zu stark wird; und endlich fetzter bisweilen eine Auslosung der Hautsäfte voraus, die beyder gänzlichen Erschlaffung der Hautgefäße gleichsam schmel-zend durchschwitzen und oft den Uebergang in Faulfiebcranzeigen.
INI?.
Man muß demnach, um die Beziehungen des Schwei-ßes auf den innern Zustand zu beurtheilen, vor allen Din-gen aus die Natur und die Perioden der Krankheiten Rück-sicht nehmen, worin er vorkommt.
In keiner hitzigen, ausgebildeten Krankheit ist derSchweiß heilsam, wenn gleich anfangs, in der Periode derRohigfeit entsteht: denn keine Ausleerung kann in dem all-gemein gcreißten Zustande erleichtern, geschweige entschei-den. Doch smd hiervon die Fälle der Unpäßlichkeiten aus»genommen, die von Erkaltungen entstehen, und wo sogleichdie erfolgenden Schweiße dazu beytragen, die vorüberge-henden Folgen der Erkältung zu heben.
Dagegen werden die Schweiße vorzüglich heilsam seyn,wenn sie gegen das Ende hitziger Krankheiten, nach erfolg-ten anderweitigen Crisen, ausbrechen, wo sie zur Vollen-dung der Entscheidung das Meiste beytragen. Dieß thunsie vorzüglich in entzündlichen, katarrhalischen, rheumati-schen und Ausschlagsfiebern, oft aber auch in gastrischenund Wechselfiebern.
ini2.
In der größten Höhe hitzige? Krankheiten sind dieSchweiße nur dann heilsam, wenn die Natur der Krank-heit den Ausbruch eines Ausschlages mit sich bringt. Da-her pflegen in Pocken und Masern die Schweiße vor demAusbruche denselben zu befördern. In andern hitzigen