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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
312
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von Bösartigkeit. Krankt dieser Art verfallen leicht in Betäu-bung, Schlummersucht und gänzliche Lähmung edler Organe.Daher hat man in der Ruhr, in Entzündungssiebern undandern heftigen hitzigen Krankheiten so viel Gefahr von demunttr den angeführten Umständen Statt findenden Man-gel an Durst zu befürchten.

Fünftes Capitel.Von dem Ekel.

Der Ekel besteht in einem erregten, widrigen Gefühl imMagen, verbunden mit einer instinctartigen Bestrebung, dieim Magen befindlichen Stoffe nach oben auszuleeren. Oftgesellt sich zu diesem widrigen Gefühl im Magen ein sehr ver-wandtes widriges Gefühl im Rückgrat, mit verminderterTemperatur verbunden, welches wir Schauder nennen(§. >6..)

Während des Ekels, besonders wenn er heftig wird, zei-Ht l flch »ollig ähnliche Erscheinungen als beym Schauder,nähmlich unordentliche, verkehrte Bewegungen und getäusch-te Empfindungen. Die Absonderung des Speichels wirdwidernatürlich vermehrt; der Pulsund das Athmen werden««regelmäßig beschleunigt; es überfällt den Menschen einSchwindel, mit Zittern der Lippen verbunden; in den mus-kulösen Bedeckungen des Magens werden leichte zucken-de Bewegungen wahrgenommen, und die widrige Em-pfindung verstärkt sich endlich so sehr, daß sie in umge-kehrte forttreibende Bewegungen des Magens, oder inWürgen und Erbrechen übergeht.85y.

Die Verwandtschaft des Eckels mit dem Schauder führtuns auf einen ähnlichcnBcgriff von der nächsten Ursache des»rst?rn, nähmlich auf Anstrengungen der Muskel-und