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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
303
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im chronischen Zustande, sehr oft auch von krampfhafter Ar:,wenn sie nähmlich ohne merklichen Schmerz plötzlich ent-steht, mit einem kleinen, harten, unrcgelmäßigen Pulse, undmit andern krampfhaften Zufällen verbunden ist, oder mitdenselben abwechselt. Durch kein Symptom verräth sichder Ausbruch des Nervenleidens so häusig, als durch die-ses, und man kann daher Zuckungen anderer Theile, Wahn«sinn, Springen der Flechsen und ähnliche Zufälle fast immerfürchten, wenn sich diese krampfhafte Dysphagie zeigt.

Man sieht auch leicht ein, daß, je mehr vorher dieKräfte schon erschöpft waren, desto gefährlicher dic>er Zu-fall seyn müsse. Deßwegen ist unter andern im Verlaufeder Ruhr und in vollendeten Auszehrungen die trampf-hafte Dysphagie so sehr bedenklich.

Am gefährlichsten ist diese krampfhaft« Dysphagie,wenn sie mit der Unfähigkeit, FlWgteitm hinterzubringen,und mit einem unüberwindlichen Abscheu gegen Ftüßigfei-ten verbunden ist. Sie tritt als Symptom zu bösartige,!Fiebern, zu Entzündungen des Zwerchmuskels, der Ge-därme, des Gehirns hinzu, und deucet fast allemai)l aufeinen sehr üblen Ausgang.

8Z2.

Eine langwierige Dysphagie fetzt allemahl organi'che-Fehler im Schlundkops und in der Speiseröhre vorn.!).Diese bestehen gewohnlich in Verhärtungen und Verengerungen der letztern, welche durch den V.ißbrauch geisiigcrGetränke, am Niedcrrhein und in Belgien häufg genugentsteht, oft auch nach vorncrgegangenei Entzündung desSchlundkopfcs zurückbleibt, und in den meisten Kauen un»heilbar ist. Man erkennt diesen Zustand der Werkzeugedes Schluckens daraus, wenn das bc>chwerliche Schluckenmit einem stumpfen Schmerze im Rücken verbunden ist,