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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
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299
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Gesckmackim Munde, ohne daß die geringste Ausartung derob^esck iedene,, Säfte angenommen werden dürfte. Und in hi.hiM Nervcnfebern gehet oft diese Täuschung des Geschmacksin Wahnsinn und andere Ausbrüche des Nervenleidens iiber^8''.Der metallische oder Kupfergeschmack kommt am häufig-sten in Wechselsiebern vor, bleibt selbst außer den Anfällen,kündigt die Rezidive an, und kann dazu dienen, ein versteck-tes gefährliches Wechselsieber zu erkennen. Woher diese Artder Täuschung komme, wissen wir nicht. Auch ist nicht ent-schieden, ob sie überall jedes Wechselsieber begleite: ich wenig-stens habe, in meiner germgenErfahrung, allemahl Beschwer.-den über diesen Geschmack bey dieser Krankheit gehört.

ii. Mangel des Geschmacks.

822.

Auch diesen Fehler kann man theils aus Unterdrückung,theils aus Erschöpfung der Nervenkraft herleiten. Die ersteUrsache findet bey jedem heftigen Schnupfen Statt, weil indieser Krankheit das ganze fünfte Nervenpaar hauptsächlichleidet, wovon der Geschmacksnerve der dritte Hauptast ist.Erschöpfung der Ncrvenkrast können wir aber als Ursachedes Mangels an Geschmack beschuldigen, wenn in hitzigenKrankheiten die Zeichen des mangelnden Wirkungsvermögeusund der Bösartigkeit eintreten, wo dann leicht Lähmun^gen zu folgen pflegen.