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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
258
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Aber nachtheilig und bedenklich ist der Wahnsinn l:<allen Fiebern, wo man zugleich deutliche Spuren von ver-letzten edlen Organen gewahr wird. Fing der Wahnsinn mitden fürchterlichsten Stichen durch den Kopf an, brennt derKopf sehr heftig, schlagen die Adern am Halse, sind dieAugen blutroth, der Stern im Auge sehr verengt, kannder Kranke das Licht gar nicht ertragen, dauert der Wahn-sinn in einer Heftigkeit ununterbrochen fort, bricht der Pa-tient zugleich grüne Galle weg; so ist der Verdacht einerKopfcntziindung sehr gegründet, und die Gefahr einesWahnsinns ungeniein groß.

Eben so zeigt der anhaltende Ficberwahnsinn beträchtl/che Gefahr an, wenn er mit den Zeichen der Entzündungdes Zwerchmuskels, des Magens und der Gedärme vcr-bunden ist. Darum ist er in Kindbettsiebcrn so bedenklich,wo er die Entzündung des DarmseUs zu begleiten Pflegt,

7«9-Je anhaltender der Ficberwahnsinn ist, desto bedenNi.cher ist er. An sich untergräbt er die Kräfte, macht unor-dentliche Erregungen, stört durch seine lange Dauer dieRückkehr der Regelmäßigkeit, und erzeugt sehr oft eine sol-che Verstimmung des Emvsindnngswerkzeuges, daß auchnach überstandener Krankheit die Spuren dieser Verstim-mung zurückbleiben.

Je mehr die Kräfte schon vor der Erscheinung des Wahn-sinns geschwächt sind, je mehr Spuren der Entkrästungwährend desselben sich zeigen, desto gefährlicher ist derWahnsinn. Folgt er also nach starken Blutungen, andernAusleerungen und schwächenden Anstrengungen; tritt ergegen das Ende schwerer hitziger rmd chronischer Krank-heiten ein; ist er mit Schlummersucht, unwillkührlichem