schmückten Pulsalten der Chinesen aufführe. Jene beruhenauf der unerwiesenen Hypothese, daß das Leiden jedes einzel-nen Organs sich auf eigenchiimliche Weise im Pulse ausdru-cke, und die Kenntniß der chinesischen Pulslehre intcressirtnur den Geschichtforscher.
Zweytes Capitel.
Vom Athmen als Zeichen.
1. Vom Athmen selbst.
Tiefe zur Erhaltung des Lebens unentbehrliche Verrichttung erleidet in Krankheiten die mauuichfachsten Abänderunggen; aber wir sind nicht im Stande, diese alle bestimmt wahr-zunehmen , und die Unterschiede, welche mehrere Schrift--stcllcr angegeben haben, smd zu spitzfindig, als daß wir siedurch die Erfahrung bestätigt fmten sollten. Dazu kommt,daß selbst ,m natürlichen Zustande das Athmen durch zufälligeVeranlassungen, durch Veränderung der Luft, durch verän-derte Temperatur, durch Bewegung und Leidenschaften/ zuoft verändert wird, als daß wir in Krankheiten aus diestrVerrichtung allein mit Sicherheit aus den innern Zustandfchüßcn kvuntcn.
F64.In Kinderkrankheiten ist diese Verrichtung als Zeichenwichtiger, weil sie hier die Stelle des so schwer zu untersu-chenden Pulses vertritt. Aufmerksame Beobachter werdenbesonders im Schlafe der kranken Kinder aus der Beschwerde,dem Geräusch, der Kleinheit und Häufigkeit des Athmensmit Recht auf den innern Zustand schließen.H6Z.Ohne die Galenische Eintheilung des widernatürlichenAthmens, die ich für sehr hypothetisch halte, anzunehmen.