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5^3.
Auch in chronischen Krankheiten ist der Puls ungleich ,so oft das Gefäßsystem an Krä'mpfen leidet oder wenn Sto-ckungen in vm Eingeweiden vorhanden sind^ oder wenn, wieim höhern Gleisenalter so häusig geschieht, im arteriösenSystem Verknocherunge.« vorfallen.
Nur so viel läßt sich in Rücksicht der Prognosis aus derVngleiä'hcit des Pulses bestimmen ,^aß , wenn dieselbe mitandern üblen Eigenschaften des Pulses verbunden ist, auchdie Gefahr großer wird, dagegen diese Ungleichheit öfterswohltyätig sey» kann, wenn sie mit andern guten Eigenschaf-ten des Pulses in dem Falle verbunden ist, wo man Entschei-dungen erwartet.
Genauer aber läßt sich über die Ungleichheit des Pulses
nur dann urtheilen, wenn wir die einzelnen Arten derselben
unterschieden haben.
2» Aussetzender Puls.5^5.
Diese sehr häusige Art der Ungleichbe.it besteht darin, daßunter mehrern Schlägen einer oder etliche zu fehlen scheinen,daß also die Zwischenzeiten sehr ungleich an Länge sind. Mankann das Aussetzen als dle stärkste Art der Ungleichheit be-trachten , und es also von sehr beträchtlicher Einwirkungheftiger Reihe, und von gewaltsamen Hindernissen der freyen
Wirksamkeit der Kräfte des Gefäßsystems herleiten.546.Ohne eigentlich krank zu seyn, haben manche Menschen
einen beständig aussetzenden Puls, und man kann an-nehmen, daß die Natur sich an die Hindernisse und widerna-türliche Reihe gewöhnt, da die Erfahrung lehrt, daß beträchtliche Unordnungen im Kreislaufe ohne großen Nachtheil derGesundheit, wenigstens ohne Gefahr des Lebens ertrage»werden können.