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Kurt Sprengels Handbuch der Semiotik
Entstehung
Seite
171
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»on vorkommt, ist die, wo mit dem angebornen Bruche, ei-ne Wasseransammlung in der Scheidenhaut verbunden ist.In der Folge wird freylich der Wasserbruch dem Fleischbruchesehr ähnlich : die Geschwulst wird hart, undurchsichtig, dasmännliche Glied schrumpft ein, und man kann die Hodenoft gar nicht mehr durchfühlen: auch geht alsdann dieKrankheit in den eigentlichen Fleischbruch über.

Hat die Wasseransammlung in der Zellhaut des Sa-menstrangs ihren Sitz, so hängen die Hoden unter der Ge-schwulst, und diese ist kalt und schwappend, läßt sich, wennkein besonderer Balg das Wasser einschließt, in den Bauch-ring ausdrücken, und die Gestalt des männlichen Gliedeswird wenig verändert. In der Folge aber, wenn die Aus-dehnung sehr zunimmt, wird diese Art des Wasserbruchsder allgemeinen Wassergeschwulst des Hodensacks ähnlich,und man kann bloß noch durch onamnestische Zeichen dieseArt »on andern unterscheiden., ' 465.

Seht die Geschwulst des Hodensacks eine Anhäufungdes Blutes in der erweiterten Samenvcne voraus, wiedenn wirklich diese Erweiterung so beträchtlich werden kann,daß der Hodensack bis zur Größe einer Faust aufschwillt;so war diese Geschwulst im Anfange weich, wuchs äußerstlangsam an, hatte die natürliche Wärme, und verursachte«inen rothen Schein, wenn man ein Licht dahinter hielt.Auch kann man mehrentheils die Geschwulst in den Vanchausdrücken, wenn der Mensch horizontal liegt. Die Hodenselbst bleiben in diesem Falle frey, und können, wenn dieGeschwulst nicht gar zu stark geworden, unterhalb dersel-ben noch immer gefühlt werden.466.Entsteht die Geschwulst aus einer Anschwellung oder