tin Zusammenfallen der Muskeln und der Eingeweide, odereine widernatürliche Zufammcnzichung der erstern voraus.Beyde Umstände kann man durch das Gefühl sehr wohlunterscheiden.
Der Unterleib fällt aber zusammen, wenn die Rech-barkeit der Bauchmuskeln und der Eingeweide gänzlich,erschöpft ist. Dieß bemerkt man vorzüglich am Ende sehrheftiger Krankheiten, und besonders im Verlause derRuhr, wo man aus dieser Erscheinung das tödtliche En-de mit großer Wahrscheinlichkeit voraussagen kann.445.
Eine widernatürliche Zusammenziehung des Unterlei-bes kommt als Folge der heftigsten Krämofe v'or, undist besonders ein charakteristisches Spmptom der Rhachial-gie, zu welcher die Bley.-und Cyderkolik als Arten gehören.In diesen Krankheiten ist der Nabel vorzüglich so einwärtsgezogen, daß er fast am Rückgrat zu hängen scheint.
Siebentes Tavitel.
Von den Geschlechtstheilen.
446.
Zunächst führt uns zwar der veränderte Habitus die-ser Theile auf Fehler der Zeugckngskraft oder auf örtlicheAbweichungen vom natürlichen Zustande. Allein der Con-sens, worin diese Theile mit andern Organen stehen,macht doch nicht selten, daß die Geschlechtstheile uns Auftschluß über de» Zustand anderer Eingeweide geben können.
i>. Männliche Geschlcchtstheile.
447.Eine auffallende Stärke und Größe des männlichen
Gliedes ist so wenig ein sicheres Zeichen der Stärke der
Lebenskraft, daß man vielmehr daraus auf zu starken