246 Cap. N. Von denen Gebrechen
Die Lause vertreibet nachstehendes
Sälblein.
Nehmet Cockels-Korner oder Entzian-Wur-tzel anderthalb quentlein, schwache Niese-Wur-tzel i halb quentlein. Machet es mit genügsamenToback-oderLohr-Oel zu einem Salblein. Inwahrenden meinen tan man es mit destillimnSpick-Oel vertreiben.
Allhier soll folgen wider die Lause ein probates
Nehmet das Gelbe von zwey hart gesottenenEyern, rühret es zart unter ungesaltzene Butterüber gelinden Kohlfeuer, daß es ein fein Sälbleingebe; mit solchem salbet dem Kind das gantze»Haupt nnd den Grind an allen Orten, und ver-bindet dem Kinde dasHaupt wohl, daß keine Lusstdarzu kommen, und das Kind auch nicht kratzenkan. Nach 24 Stunden wird keine eintzige Lausmehr zu sehen, sondern alle tod seyn. Alsdenn istauch der Grund gantz weich, daß man ihn mit ei-nem Kamme janfitiglich abheben, und den gantzenKopffsäubern kan. Es ist ein geringes, aber viellMdertmahl glücklich probirtes Mittel. Wenndenn aller Grind hinweg, so nimmt man Weitzen-Kleyen, machet sie in einer Pfanne fein warm,streuetsie aufden Kopf, und reibet mit einem Tuchdie Haut und Haar sauber ab, so wird der KopffVöllig gereiniget, und die Haare wegen des Ab-schneidens erhalten werden.
Weil auch die Kinder hin und her zu kriechenpflegen, auch aus den Schulen Ungeziefer mit sich
nach