Druckschrift 
Der Curieuse und vernünfftige Zauber-Artzt : Welcher lehret und zeiget, Wie man nicht alleine Ex Triplici Regno curieuse Artzeneyen verfertigen, sondern auch Per Sympathiam Et Antipathiam, Transplantationem, Amvleta Et Magiam Natvralem, oder vermeynte Hexerey, die vornehmsten Kranckheiten des menschlichen Leibes glücklich curiren könne. Mit artigen Recepten und Historien, auch nöthigen Registern ans Licht gestellet
Entstehung
Seite
207
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Zehr-Würmen und Elben. 227

Bey der Cur hm man mancherley Mittel, sichsolcher zu entledigen,-denn solche werden wegge-bracht, wenn man ein Kind in ein süsses Wasser-Bad sehet, mitMeel, worunter Honia acmischet,wohl abreibet,so locket man sie in wädrenden Rei-ben mit diesem süssen Wasser heraus, und kommenmit dem Schweiß durch die Schweißlöcher, alskleine schwarhe Hargen hervor, die man nachge-hend^ wenn sie dieKöpffe Herfür strecken, mit spi-tzigen Nageln, oder mit einem Scbeermesser, oderauch mit einer scharffen Brodt-Rinde abschabetund vertreibet, welches offt wiederholet werdenkan, bis die Kinder solcher befreyet styn. Anderemachen ein Bad aus jungen Hüner-Dreck, sekendas Kind bis an den Hals hineinlassen es schwi-tzen, und verfahren damit,wie oben gedacht.

Andere bestreichen die bedeutete Oerter,wosichsolche an dem Leibe aufhalten, mit Honig; wenndenn die Haut recht erwärmet, so stecken sie ihreKöpstein durch die Schweißlöcher herfür, welchealsdenn mit einem Pferdehaar abgestreisst wer-den können.

Noch ein anderMittel wird beschriebenes schei-net aber etwas abergläubisch. Man soll ein war-mes Bad von Messenden Wasser kochen, unddarein Petersilien-Kraut und Brodt-Grumcnthun, und das Kind eine Viertelstunde lang insolch Bad sehen» denn soll mans umkebren, daßes auf den Bauch zu liegen komme, darnach sollman die Finger in Honig tuncken,und den Rück-grad desKindes damit niederwärts streichen, dar-nach soll man dasKind mit einerGrume Bro dt am

gantM