!68 Cap. XIX. Vom Podagra «.
den Beinen die Haare mit einem Schnrmesserweg, und schneiden auch zugleich die Nagel anHänden und Füssen ad, und zwar im Frühling,wenn der SM in die Baume tritt, den Tagvorden Neuen Mond, darnach bohret man in einenweijM Pappel-oder Eichbaum ein Loch, bis inde« 3heil des Baums,wo der Kern ist, stecket dieabgeschnittene Nägel und Haare darein, schlaqetein aus eines Baumes Aestgen gemachtes Pfiöck-gen lies ins Loch hinein, daß es wohl schlichet, undlr2nzpl3nt,ret es also unstreitig. Das heraus-stehende Tkeil des Pflöcrgcns wird mit einer Axtolchte am Baume abgehauen, und des nechsten<<ages mit Kühmist wohl beschmieret. Wennnun das Vlalum in drey Monaten sich nicht wie-der e,nsindet,so leget er delnBaume krafftigeWür,ckung bey.
Glieder-Balsam vor kalte Flüsse in Glie-dern, wo Relssen und Mattigkeit da-bey ist.
Nehmet der grossen Ameisen i. Kanne, (wennsie Eyer haben, sind sie am besten) tödtet sie inftarcren Brandewein, eine Kanne grüne Wachol-dern, stoßet solches wohl in einem Mörser zusam-men; Darnach nehmet Eyter-Nesseln, Roßma-nen, Camil/en, Senff-Kraut, Rauten, Salbey,Apicanarden, jedes 2. Hände voll, alles klein zer-schnitten, oder zelftossen unter einander gemenget,und in einem Helm destilliret. Ist der Helmgroß, kan man von jedem ein mehrers nehmen,manKm auch noch ein wenig Brandewein daraufgics-
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