!9<? das 9. Tap. Von den verstopften
leicht verhüten, und die daher entstehenden Zufäl«le mit gerinnerer Beschwerung und Gefahr curi<ren; zumahl wenn der Patient darneben eine mäs-sige und gehönge Lebensart führet.
practlsche Erinnerungen.
1. Für hesst g treibendenMlitteln muß sich emkluger Artzt bey allen verstopften Blutfiüssen, für-nehmlich bey der verstopften monatlichenReinigung und güldenen Ader, sehr wohl in«acht nehmen, oder sie ja nicht in starcker äol, ge<brauchen. Denn weil sie scharff und hitzig, so er-regen sie leicht das Geblüt zu hefftig, und verursa«chen Hitze, Entzündung, Blutspeyen, Blmbreschen, Blutharnen, ja wohl gar den Schlag.
2. Wenn man bey verstopfter Reinigungder Rindbetterinnen starcke treibende Mittel geibrauchet, so verursachet man bey ihnen dadurchgar leicht die gefährlichsten hitzigen Fieber, beson«ders den Friese!, woran hernach die meisten ster«den.
3. Wenn man also dergleichen Flüsse durchgellnde treibende Mittel nicht bald in den Gangbringen kan, so muß man oft, zumahl bey zartenPersonen, lieber gar nichts thun, sondern es eineZeitlang der Natur überlassen, wenn keine Gefahrvorhanden, als daß man durch unzeitige stocketreibende Mittel mehr Schaden thue. Denn wennman nicht sicher helffen kan, muß man wenigstensdahin bedacht seyn, daß man nicht schade.
4. Doch ist das Aderlässen bey allen verstopftenBlutfiüssen, zumahl wenn sie hartnäckig und Ge-fahr drohen, das fürnehmste und oft das ab»
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