Blut-Flüssen.
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nagen. Da sie aber offt in der Lunge, im Magen,Blase und Nieren sich äussern, wodurch die Pati-enten offt in kurtzen, ja in wenig Stunden das Le-ben einbüssen müssen, oder wenigstens in Lebens-Gefahr und andere gefährliche Kranckheiten, alsLungen- undNieren.Geschwüre, ja in die gefähr-liche Schwindsucht selbst gestürtzet werden; soglaube ich vielmehr, daß die Adern theils von demÜberflüsse oder Schärsse des Geblüts und durch dieRrasst des Heryens, (welche wir die Naturnennen) diesolches umtreibet, ausserordentlich aus-gedehnet werden, also daß sie endlich von ohngefehrund aus natürlichen mechanischen Ursachen zerrissenoder zerfressen werden, nachdem sie in diesem oderjenem Cörper etwan schwächer sind und der Gewaltdes Hertzens und des Geblüts nicht genug Wider-stand leisten können. Daher bricht dasGeblüt bey ei-nigen in der Nase, bey andern in der Lunae, im Ma-gen, inden Nieren, inder Blase oder im Mast-Dar-me gantz ohngefehr und ohne Willen der Seeledurch.Den wenn dieses von der^^H/o»,^«^heit und Fürstchtigkelt der Natur herkäme, sowürde ja die Seele, wenigstens bey klugen Men-schen, allezeit sichere Orte, das überfiüßige oderschädliche Geblüt fortzuschaffen, erwehlen, da derBlut-Fluß keinen oder sehr wenigen Schaden thunkönte. Wir sehen aber im Gegentheil, daß dieBlut-Flüsse auch bey den weisesten Menschen, ja beyden klügsten Klecks manchmahl selbst/welche zurGenüge einsehen und verstehen, was schädlich ist,offt wider ihren Willen und an den gefährlichstenOrten sich zutragen, da ihre Seele doch gerne wol-le,