124 Dass 5ap. Von den schleichenden.
Von verstopf, §. Is. Wenn so wohl von denltn Hlutfiös« übermäßigen als auch verstopftensen. gesunden Blut. Flüssen solche Fie-ber entstehen, so sind ein dünnes zertheilendes Ge-träncke und Geblüt-temperirende Artzeneyen dievornehmsten Medicamente. Und wenn diese nichtzureichen, so muß man zu rechter Zeit und an gehö-rigen Orten zur Ader lassen, wobey zugleich die mar-tialischen Sauer-Brunnen viel gutes ausrichten.Das Aderlassen hilfst in solchen Fallen zurPräser-vation sehr viel, wenn es zu rechter Zeit etlichemal)!des Jahres wiederholet wird.
Von Pocken. §. l6 Bösartige Pocken, oder,wenn sie sonsten nicht recht curirel wor-den, geben nicht weniger zu dergleichen FiebernGeleqenheit. In welchem Falle gelinde und offtwiederholte L<yier»Mittel, sonderlich voms ciulci,nebst demWadicke oder Molcken-Trancke (peric1.2'l) anzurathen sind, wodurch man die scharfenbösen Feuchtigkeiten am besten vollends corrigirenund ausführen kan. Indessen muß man dazwi-schen ebenfalls die temperirenden Mittel, und ver-schiedene gelinde schweißtreibendeSachen,insonder-heit Brust-Träncke und Essenzien, oder das Sel-ber Wasser behörig, und wenn alles vergebens,sowohl in diesen als andern verzehrenden Fiebern,den 50"lce»l /,e^«pl<»»», bey Zeiten täglich etlichemahl mit gebrauchen lassen, womit ich die Patientenoft in wenig Tagen von diesen Fiebern befreyet.Da sich denn auch die Kraffte und der Appetit inkurtzem gemeiniglich wieder eingefunden.
§. 17.