55 das 4.Cap. Von den Fiebern mit Ausschl.
tNedicamenren, heissen Stuben und Betten her-aus treiben wollen, da das erhitzt wallende Geblüt,welches vielmehr zu temperiren, noch mehr erhitzet,und verdorben wird, und folglich aus schlecktenund einzelnen oder von einander siehendenBlattern scklimmere, bösartige und zusam,men laussende werden.Für das l>ösewesen,wel<ches oft im Anfange der Blattern bey Kindern aus«bricht, hat man sich eben nicht scbr zu fürchten, wie,wol es die Eltern und Freunde insgemein erschrecket.Denn die Pocken kommen alsdenn ordentlich baldheraus. Wenn sie aber lehr häufig zum Vor,
fl'.essen, oder bösartig sind, und mit schlimmenZufällen begleitet werden, oder leicht emfaUen undzurück treten, oder nicht gehörin abtrocknen; so.sind sie gefährlich. Hingegen sind diejenigen bes-ser > welche sanfft und langsam heraus kommen,eintzeln und wenig sind, und keine schwere Zufälledabey haben.
Vom Ein- §. 6. In der Cur habe ick also nebstpropfen. andern gründlichen praHicis die/enigenArtzeneyen für die besten gefunden, welche temperl-ren, verdünnen, und die Ausdünstung gelinde trei<ben, wie es bey allen anhaltenden hitzigen Fiebernnöthig ist. Doch wollen wir bey dieser Gelegenheit,bevor wir hiervon mehr sagen, erst etwas von demiLlnpropfen der Blattern (l»oc»/^tto l^no/^-?«i») gedencken,da man durch das Einpfropfender gutartigen den gefährlichen, bösartigen undzusammenfließenden zuvorzukommen trachtet, undwelches ich auch nicht zu verwerffen, sondern dem
gan-