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Versuch über den Character des großen Arztes, oder kritische Lebensbeschreibung Herrn D. Herrmann Boerhaves : nebst einem Verzeichnisse der Boerhavischen Schriften
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122
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chen Bewegung machte, daß man dieAuftvallung, die Gährung und Fäul-«niß, ohne auf den Unterschied ihrer Ur-sache und Wirkungen zusehen, mitein-ander vermengte. Die flüchtigen Gei-ster (8piriru3 volanleF), so wohl rvei-nichte (vmi) als alcalische, waren von«Schriftstellern der obersten Ordnung an-«gesehen, als wenn sie von einerley schwef-Uchter Natur wären; Uno was noch un-gereimter war, so hielt man davor, daß«die Lebensgeister an eben diesen Eigen-schalen T^ nähmen. Unter diesem fal-schen Geschichtspunm sand Boerhave«diese wichtigen Materien; avem wer ihre«Historie in seiner Chymie, mit derselben»Anwendung vergleichen wird, die er in«den Kapiteln seiner Aphorismen, wo ervon der einfältigsten Veränderung der«Lebenssäfte handelt, machet, wird geste-hen müssen, daß die Weltweisheit so wohl«als die Arznevkunst ansehnliche Wortheiledaraus gewgen haben.

Die Erklärung der Verrichtungenverschiedener Eingeweide, in dem physio-logischen Theile seiner Anfangsgründe istzugleich zureichender und deutlicher, als ir-gend eines andern Schriftstellers seine, derihm vorhergegangen, vornehmlich in An-sehung dessen, was den Magen und dieMilz becrift. Wie viel verschiedene Ur-«ftchen hat er nicht der Verdauung und

Zuberei-