Vorrede.
weis nicht, von welchem Werthe die Wissen-schaften , von welcher Nutzbarkeit die Gelehrtensind. Was sage ich? ein ieder von diesen Ge-lehrten selbst halt nur diejenige Wissenschaft,welcher er sich gewidmet hat, für wichtig unddie nöthigste. Der Liebhaber der Litteratur ver-achtet den Mathematikkundigen; dieser stehetjenen über die Achselan, und die Welt überlas-set oft beyde der Dunkelheit und Staube ihrerStudierstuben. Man würde, um Begriffe sowohl, als Aufführung zu audern, vielleicht nurzum Theil das unbekannte Verdienst, so manverachtet, kennen dürfen. Wenn man denHerrnvon Reaumur beschäftiget stehet, wie er dieSitten, die Arbeitsamkeit, die Lebensartender kriechenden Thiere mit eben so viel oder mehrMühe ausstudiret, als wir alle Tritte und Schrit-te unsrer Nächsten ausspähen, wer sollte glau-ben , daß der Herr von Reaumur in seinenNachforschungen eben dieselben Menschen zu sei-nem Augenmerke gehabt hat? Allein wenn manseine Schriften oder bloß seine Vorreden nur einwenig liefet, so empfindet man, daß er lediglichfür die Menschen, und sie mit so nützlichen alsscharfsinnigen Entdeckungen und Projecten zubereichern arbeitet, und man verändert die Ver-achtung, die man anfanglich gegen Studien,die dem'Scheine nach so geringschätzig sind, hatte,
gar
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