Vorrede.
III. An statt dieser Art, giebet es noch eine an-dere, welche darinnen bestehet, daß man die gro-ßen Männer nach ihren innerlichen Neigungenbeschreibet, und vielmehr entdecket, wie sie ge-wesen sind, als was sie gethan hawn. Sienimmt zu diesem Ende unter einerley Gesichts-puncte ihre natürlichen Gaben, ihre erworbenenEigenschaften, ihren Geschmak, ihren Eifer zurArbeit zusammen. Sie zeiget sie nach dem Maas-se ihrer Liebe zur Wahrheit, ihrer Scharfsinnig-keit, sie zu entdecken, und ihres Fleisses, sie be-kannt zu machen, Hochachwngs werth. Gleich-wohl würde dieses wenig seyn, wenn sie sich nurdarinn einschrankte; also gehet sie auch ein we-nig weiter. Sie bemerket wenigstens überhauptdie Art der Studien und Beschäftigungen derje-nigen , die sie beschreibet; sie zeiget ihre Absichtenund die Wahl der Mittel an, die sie angewen-det haben; sie berührt einige Umständlichkeitenwo nicht ihrer Wirkungen, doch wenigstens ih-rer Art zu wirken, und wenn sie aufihrem Wegeeinige wirkliche Gebrechen findet, (und aufwel-chem findetman nichtwelche?) so entdecket sie so-wohl ohne Vergrößerung, als Parteilichkeit,die Urjachen, den Grad und die Wirkungen dersel-ben. Unsere Gemüther haben eben so wohlKennzeichen der Verschiedenheit, als unsre Kör-per, die sie kenntbar machen, und ich fetze dazu,
die