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lides gebracht, erregt bei einem gesunden Menschen weder Schmerz noch Irrita-tion und erzeugt nach 5 bis 15 Minuten eine 4 bis 5 Tage lang andauernde Er-weiterung der Pupille über die Hälfte der Norm, bei den 12 und 18 CentigrammAtropin enthaltenden Auflösungen dauert die Pupillenerweiterung 7 und 10 Tagean. Das Pidv. herb. Belladonnae reicht man von 3 bis 6 Centigramm in Pulveroder Pillen 2- bis 3mal täglich, oder als Infusum 1\ bis 2 Gramm rad. Bellad.auf 120 bis 180 Gramm Colatur dreistündlich zu 1 Esslöffel. Aeusserlich unterschmerzlindernde, erweichende Kataplasmen lässt man die Fol. Belladonnae 15 bis30 Gramm auf 1 bis 2 Pfund Colatur hinzusetzen, oder 6 Decigramm rad. Bella-donnae in Aufguss zu einem Klystier als krampflinderndes Mittel bei Trismus,krampfhaft eingeklemmten Brüchen u. dergl. brauchen. Häufiger noch wendetman innerlich wie äusserlich das officinelle mit Weingeist bereitete Extractumrad. Belladonnae an. Dasselbe erscheint dunkelbraun, in Wasser mit braunerFarbe fast klar löslich. Dasselbe ist vorsichtig aufzubewahren.
Innerlich reicht man das Extract von 1 bis vorsichtig steigend 10Centigramm in Solution oder Pillen. Zum äusseren Gebrauch in Solutionin aq. destillal. als Eintröpfelnng in das Auge, um die Pupille andauernd zu er-weitern 3 bis 6 Decigramm auf 30 Gramm aq. destillata z. B. bei Staaroperationenoder um das Sehen bei Staarkranken temporär zu verbessern. In kleinerer Dosis,6 bis 18 Centigramm auf 30 Gramm aq. dsstillat. unter Augenwasser zu ophthal-miatrischen Zwecken 1,8 bis 3,75 Gramm auf 30 Gramm aximgia in Salbenformals schmerzstillende, krampflindernde Einreibung 18 Centigramm bis 3 Decigrammzu einem Klystier in Solution.
Was die Wirkung des Atropinum sidphurieum betrifft, welches die Phar-i/tacopoea germanica auch aufgenommen hat, so gehen die Beobachtungen dahin,dass es weniger reizend wirken soll, als das reine Atropin. v. Graefe lässt 6Centigramm in 15 Gramm aqua destillata lösen und davon einige Tropfen zur er-giebigen Pupillenerweiterung in's Auge tröpfeln.
Gegenmittel bei Vergiftungen. Als solche bezeichnen wir, wie über-haupt durch Xarcotica im Allgemeinen, Brechmittel, Essigumschläge auf denKopf, Essigklystiere, Essigwaschungen, kalte Umschläge und Begiessungen, sowieXcrrino-Excitantia, Ammoniak. Wein. Naphten u. s. w.
Erläuterung der Abbildungen.
Ein blühender Zweig, unten nit reifen Beeren,in natürl. Grösse.
1. Eine aufgeschnittene BJumeakrone, die 5
an der Basis behaarten Stawbgefässe zei-gend, in nat. Grosse.
2. Ein Kelch mit dem Griffe], welcher obeneine 2Iappige Narbe trägt, in nat. Grösse.
3. Das Pistill, in natürl. Grösse.
4. Eine Beere im Querdurchschnitt. in natürlicher
Grösse.
5. Eine Beere, längs durchschnitten.
6. Einige Samen, in natürl. Grösse.
7. Samen, vergrössert.
8. Ein qnerdurchschnittener Same, vergrössert.