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1 (1884)
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249
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etwas Bleihyperoxyd vermischt und mit einem Tropfen eoncentrifter salpeter-säurehä'ltiger Schwefelsäure in Berührung gebracht, wodurch bei Gegenwart vonStrychnin sofort die Masse eine prächtig blaue Färbung annimmt, die schnell indas Violette übergeht.

Das salpetersaure Strychnin dagegen bildet geruchlose farblose glänzendeNadeln, die in 50 Theilen kalten und 2 Theilen siedenden Wassers, dagegenschwer in Weingeist und gar nicht in Aether löslich sind.

Wirkung und Anwendung. Die Brechnuss ist sowohl für pflanzlicheals auch für thierische Organismen ein tödtlich wirkendes Gift, und sind deshalbdie Präparate mit der grössten Vorsicht anzuwenden; die Herbivoren scheinen je-doch grössere Mengen vertragen zu können.

Sehr kleine und wiederholte Gaben wirken zunächst tonisirend auf dieSchleimhaut des Alimentarkanals, befördern den Appetit, die Verdauung und imgelinden Grade die Stuhlausleerungen, demnächst pflegt constant ein vermehrterDrang zur Harnblase und reichlichere Absonderung des Harns einzutreten unddies ist die tonisirende und diuretische Wirkung der Xux vomica.

Grössere und wiederholte Gaben stören den Appetit und die Verdauungnicht nur, sondern rufen auch gewöhnlich schon bald die cumulativen Wirkungender Brechnuss auf das Rückenmark hervor.

Die Hauptindication für die therapeutische Anwendung der Nute vomicabilden 1) die Lähmungen der motorischen Nerven, 2) auch gegen Paralysen derGefühlsnerven hat man dieselbe versucht, 3) gegen Muskelzittern, Neuralgie^Veitstanz, Tetanus. Epilepsie, Hypochondrie und Hysterie ist die Brechnuss em-pfohlen, indess mit geringem Erfolg angewendet worden, dasselbe ist anzunehmenvon Empfehlungen gegen Impotenz, 4) als Tonicum für den Magen- und Darm-canal, bei Atonie dieser Organe und daher rührenden dyspeptischen Zuständen,Durchfällen und Ruhren bildet das spiritnöse Brechnussextract ein durch vielfacheErfahrungen bestätigtes vortreffliches Heilmittel. Von Oesterlen wurde dieendermatische Anwendung desselben bei Brechruhr und Magenerweichung derKinder gerühmt.

Gegenwärtig wird die Brechnuss in Substanz kaum noch wie früher zu 6 bis 12Centigr. angewendet. Häufiger bedient man sich des wässerigen oder weingeistigenKrähenaugenextracts oder des Strychnins innerlich und äusserlieh (endermatisch).

Eorm und Dosis. Das Extr. nuc. vomieae aqiwswn gicbt man von 618Centigramm täglich mehreremale in Pulver, Solution, besser wegen des bitterenGeschmacks in Pillenform, das Extr. nuc. romicar. spiritnos. sehr vorsichtig von~1\ bis höchstens 6 Centigramm. Die Tinctura nuc. vomieae von 8 bis 15 Tropfen.