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1 (1884)
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248
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Seite eine nabeiförmige Erhabenheit und auf der andern eine entsprechende Ver-tiefung zeigen, durch kurze, concentrisch zusammenlaufende und angedrückte gelb-lichgraue Haare seidenglänzend und sanft anzufühlen; werden die Haare wegge-nommen, so kommt eine zarte, braune Haut zum Vorschein, die behutsam abge-nommen keinen bittern Geschmack zeigt; der eigentliche Kern besteht aus 2 grau-weissen braunen oder gelben, harten. Zähen, hornartigen Sanienlappen und hat einenschwachen, aber eigenthümlichen, balsamisch widrigen Geruch und einen höchstbitteren, kaum gewürzhaften, lange anhaltenden Geschmack. Die Krähenaugenlassen sich ausserordentlich schwierig pulverisiren; weicht man sie indess inWasser ein, oder setzt man sie den Dämpfen des kochenden Wassers aus, zer-schneidet und trocknet sie dann scharf, so wird das Pulverisiren erleichtert.

Wirksame Best and t heil e. Die beiden sehr giftigen AlkaloideStrychnin und Brucin. an Igasnrsäure gebunden, dann Proteinstoffe, Zucker undfettes Oel.

Präparate. Extr actum Strychni aquosum s. Extract. Nueumvomiearum aquosum, Extractum Strychni spirituosum s.Extrae-I ii in Nueum vomiearum spirituosum, Tinct. Strychni. Strichninund Stryehninum nitricum.

Das 81 r ij c h n hui m. Strychnin, erscheint in kleinen säulenförmigen hartenKrystallen von stark bitterem Geschmack, in kaltem Wasser fast gar nicht, inkochendem Wasser nur wenig, in Aether oder absolutem Weingeist beinahe nichtlöslich, etwas leichter löslich in verdünntem Weingeist. Hundert Theile Wein-geist von 0,889 specifisehem Gewicht lösen 5 Theile Strychnin, welche Lösungeine alkalische Reaction besitzt und selbst stark verdünnt einen bitteren, hinterherunangenehmen Geschmack hat.

Die Pkarmaeopoea germanica fügt dem ausdrücklich hinzu: Das Strychninin concentrirter Schwefelsäure ohne Anwendung von Wärme gelöst, nehme nachHinzugeben eines kleiner. Kryställchens doppelt chromsauren Kaliums eine blaueoder violette Färbung an, welche Farbe bald in roth und dann in grün übergeht.Die obige weingeistige Lösung ergebe auf Zusatz von Aetzkalilösung einen Nieder-schlag, welcher in einem Ueberschuss des Aetzkalis nicht löslich ist. Die Strych-ninsalze dürfen sich, übergössen mit concentrirter Salpetersäure, nur beim Erwär-men gelb färben, und die Lösung des Strychnins in verdünnter Salpetersäure sollfarblos sein, sich aber nicht roth färben (im entgegengesetzten Falle würde diesauf einen Gehalt von Brucin deuten).

Bezüglich seiner Auffindung kann das Verhalten gegen concentrirte Schwefel-säure und doppeltchromsaures Kalium angewandt werden, oder das Verfahrenvon ilarchand befolgt werden; demzufolge wird die zu prüfende Substanz mit