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Der Spezereyen und Materialien
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den, in denen nicht eine gefunden wird.
Imübrigenmußmanstchauchnichteinbilden, ob sey es ein so herrlich Thunum die Perlenfischer: denn, wenn diesearmen Leute etwas anders vorzuneh-men wüsten, würden sie gewißlich dieseFischerey , welche blöslich verhin-dert, daß sie nicht gar Hungerssterben, alsofort verlassen. InderPersianischen Reisedeschreibung habeich erinnert, daß das Land von Balsa-ra an bis an das Cap von Jasque,diß - und jenseits des Persischen Seebu-sens , gantz und gar nichts trage. DasVolck ist allda so arm, und lebet so elen-diglich, daß es weder Brod noch Reiß zusehen bekommt, sondern nur mit Dat-teln und gesalzenen Fischen sein Lebenerhalten muß: so reiset man auch wohlzwantzig Meilen zu Lande, ehe man einKräutlein zu sehen bekommt.
Im Orient geschiehet die FischereydesIahreszweymah!,erstlich imMertzund April, und hernach in» August undSeptember: der Handel aber wahretvom Iunius bis in den November.Doch geschicht diese Fischerey nichtalleJahr: denn dichmgen, welche fischenlassen, wollen zuvor wissen, ob sie auchihre Rechnung dabey finden möchten.Damit sie nun nicht zu kurtz kommen,dannenhero senden sie sieben oder achtNachen auf die Bancke, woselbst gefi-schetwird,von denen iedwederein tau-send Austern zurücke bringt. Diesel-ben öffnen sie, und wenn in iedem tau-send Austern nicht für fünffFanos Per-len gefunden werden, welches nach un-serm Gelde einen halben Thaler be-tragt, so ist es ein Zeichen, daß die Fische-rey nicht gut seyn werde, und die armenLeute tönten die Unkosten, die siedraufwenden müssen, nicht wieder daraus be-kommen: denn sie nehlnen, sowohl zuihrer Ausrüstung, als auch zu ihremUnterhalt, Geld auf, gegen drey undvier vom hundert des Monats. Wannderohalben das tausend Austern nichtfür fünffFanosPerlen geben, so fischensie oasselbige Jahr nicht. Die Kauff-leute aber müssen die Austern auf gera-the wohl kauffen, und sich mit dem, wassie darinne finden, begnügen lassen.Demnach ist es ein grosses Glück für sie,
wenn sie grosse Perlen finden: welchesiedoch gar selten geschicht, absonderlichzu Manaar/ woselbst es, wie obenbe»reits erwähnet, gar nichts grosses gie-bst, sondern nur meistencheils for-derten/ die zum vulverisiren dienen.Unterweilen befinden sich emige drun-ter von einem halben und gantzmGran: ein groß Glücke aber ists, wannetliche von zwey und drey Gran dabey.Es giebt Jahre, 5a das lausend Austernbis zu sieben Fanos gilt, und derFangsich auf IOQOQO. Piaster, und drüberbelauft. Weil die Pormgzsen annochHerren über Manaar waren,nahmensie von icdem Schiffe ein gewisses: seitdem sie aber von den Holländern ih-nen abgenommen ist, ziehen diese voniedweocm Taucher acht, auch zuweilenwohl neun Piaster: welches ihnen inden besten Jahren bis 17202. Realeneingetragen. Die Ursach aber, undwarum diePortugisen dergleichen Tri«but von diesen armen Leuten nahmen,welches die Hollander auch noch bis da-to thun, ist diese, weil sie dieselben wi°der ihre« Feinde, die Malabaren be-schützen mWn, welche mit ihren be-waMtten Schissen kommen, und dieseFischer zu sahen und zu Sclaven zumachen trachten. So lange nun dieFischerey wahret, so lange halten dieHolländer zwey oder drey gerüsteteBarquen in See,um dieselbigeGegend,und verschaffen also, daß sie in Friedefischen können. Diese Fischer find dermehrere Theil Götzendiener, wiewohlesauchMahometaner drunter giebet:iedoch diese haben ihubesonderenSchisife, und mengen sich nicht unter jene:die Holländer nehmen von diesen mehrals von jenen: denn ausser dem, daß sieeben soviel zahlen müssen als die Hey-den, müssen sie auch noch einen ganßenTag für die Holländer fischen, welchenTag diese wollen.
Je mehr Regen desIahres fallt, iebesser ist der Perlenfang. Zwar habensich viel eingebildet, daß die Perlen vielweisser wären, wenn die Austern feinliessamGrunde sich befänden,dieweildaselbst das Wasser nicht also heiß sey,und die Sonne nicht bis dahin und aufden Grund der See zu treffen vermöge:allein diesen Irrthum muß man sah
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