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ten, weit oben aus dem Hertzen,welchesso groß ist als eines Menschen Hertz, einsehr grosser Pulsaderstamm entspries-set, an dessen beyden Seiten gleichsamzwey andere Hertzen angehencket sind,die so dicke als wie ein Hünerey, undvon eben der Gestalt und Wesen, gleich-wie das erstere: allein, ich habe Hernach-mahls meine Gedancken geändert, undglaube nunmehro vestiglich, daß es nurdie Hertzöhrlein sind. Doch ifts ge-wiß , daß, wenn alles fein ordentlich aufeine Tafel geleget wird, solches eine Li-lie vorstelle; woraus denn ein gar vor-teilhafter Schlußvon dein Zunehmenunserer Französischen Colonien undVolckpstantzungen in America töntegemachet werden, alldieweil die göctliche Vorsehung, welche nichts umsonstgemachet hat, eine Lilie an das Hertzdesjenigen Thieres gepftantzcc, welchesdas Sinnbild dieses Landes ist.
Von der Schildkröte La ouanne.
Diese ist von der erstem in diesemStücke unterschieden, daß sie einenvielgrössern Kopf, gegen den Leib zu rech-nen, hat, als alle die andern Schild-kröten. Sie ist auch viel böjcr, undwehrt sich mir dein Nachen und denPfoten, wann man sie angrnffm undumkehren w.ll, Icöennoch wird sie we-nig geachrec, ob sie gleich unter allendiesen dreyen Geschlechten die grösscsteist, weil ihr Fleisch schwach ist, seehaftigriechet,und gar übel schmecket.Das Oel,welches daraus gezogen wirbst scharff,und verderbet die Tunckcn, darein esgethan wird, und deswegen wird esauch nicht, als in Ermangelung desandern, gegessen. Doch ist es nicht gantzund gar undienlich, sondern man ge-braucht es zum brennen in die Lampen.Diejenigen, welche sie bey der Insel derCrocodilen oder Caiman fangen, pfle-gen die Schildkröte la Franche darun-ter zu mengen, damit sie desto besser ver-kauften mögen, allein sie theilt ihr ih-ren häßlichen Geschmack mit.
Wenn der Aaouanne das grosseSchild abgenommen / und die Knorpelbeginnen zu faulen, so lösen sich balddaraufacht grosse Blatter oben ab, wel-che viel grösser sind, als die von derSchildkröte Carer,sind aber viel zarter,
Hauptbeschreibung zweyter Theil.
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Caret.
und schwary und weiß marbriret. Diegrossen Spiegel werden damit beleget,und ist gewiß, wofern sie dicker waren,daß sieden Schilden der Caret würdengleich gehalten werden.
Von der Schildkröte Laret.^ Diese ist die kleineste unter den drey
dasF elsch ist zwar nicht so gut, als dasMlsch von der Franche/ ieoennochaber ist es besser als das von derI^aouanne. Das Oel ist ein tremchesOei von b«MittelzuStärckungderNerven,zum '""'Hüftweh, und zu allerley kalten Aus.sen. So kenne ich auch Leute, die sichdessen in Zufallen der Nieren, von über,nehmen entstanden, ersprießlich bedie-nechaben.
Was sie aber am meisten schatzbarmacht, ist das Schild, das sie obenaufdem Rucken trägt, davon ein Pfund biszu sechs Francken verkauft wird. Al-les, was man von dieser Schildkrötenimmt, bestehet in dreyzehen Blattern,acht platten, und fünften, die wie einEselsrucken gebogen sind.
Unteromacht platten Schildensindviergrosse, welche bis einen Schuh hochunö sieben Zoll breit, seyn müssen. Dieschonten aver müssen dicke seyn, klar,ourMchttg, wie Spiesglas sehen, undweiß und braun, wie der MinoritenKleidung, jaspiret. Es giebt Schild-kröten von dieser Art, welche bis zusechs Pfund Blätter auf dem Rückenhaben: oamuswerdenKa'mmeundan-oere kleine Sachen verfertiget, die dannüberaus schöne, aber auch fein theuersind. DiesesaberistdieArtundWei?se, wie die Blatter von der grossenSchale, welche eigentlich die Wohnungder Caret ist, herabzubringen: nach-dem man alles Fleisth herausgenoln-men, wird Feuer drunter gemacht, so-dann lassen sich diese Blatter, wenn siedie Warme empfinden, gar füglich mitder spitze eines Messers ablösen.
Das Oel, das aus dem Schmeer MbFett dieser Schildkröten bereitet wird,ist hitzig, und wird von denWiloen undFrantzösischen Einwohnern hochgehal-ten, indem sie sich dessen wider dasHüsstweh, Podagra, Krampfund Läh-mung der Glieder zu bedienen wissen.Pp 2 N)ie