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3 (1837)
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107
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Vaterland: Fast überall in den Wäldern Italiens und den ängränzenden Inseln, so-wohl in der Ebene als auf den niedern Bergen, auch in Griechenland und andern Gegendendes südlichen Europa.

Beschreibung: Baum, zuweilen von ansehnlicher Grösse, Rinde grau; Blätter ge-genständig, gestielt, unpaar gefiedert; Fiedern gegenständig, 2 3 Paar, deutlich gestielt,elliptisch, oder länglich-elliptisch, oder schmaler lanzettlich, immer durch eine mehr oder we-niger ausgezeichnete Zuspitzung geendet, welche spitz oder stampflich ist, am Rande häufig,fast ungleich und stumpf gezähuelt, die Zähne nach oben gewendet, oben freudig grün, kahl,unten blasser und am Mittelnerven häufig aber nicht immer mit gelbbraunen Zottenbaarenbesetzt; an der Basis ganzrandig, ungleich-keilförmig oder zugerandet oder etwas herzförmig;die unpaare Fieder länger gestielt und stärker keilförmig. Blumen in end- und achselstän-digen Rispen, Zwitter mit eingeschlechtigen gemischt, Kelch 4-theilig, Krone aus vier sehrschmal linealischen weissen Blättern, welche viel länger als der Kelch. Staubgefässe fastso lang als die Krone, Staubfäden fadig; Staubbeutel aufrecht länglich; Frucht lanzettlich-liuealisch, schmal, mit spitzer, stumpfer und zurückgedrückter Spitze oft auf demselben Baum,übrigens vielnervig kahl hängend.

Off. Manna. Die Manna ist der freiwillig oder nach künstlichen Verwundungenaus der Mannaesche ausfliessende und an der Luft verhärtende Saft. Wir erhalten sie theilsin krümlichen Stückchen oder Tropfen von verschiedener Grösse, von weisser oder weiss-gelblicher Farbe, oder in längern rinnen- oder röhrenförmigen Stücken; sie ist zerreiblich,wird durch die Handwärme weich und klebrig, ist von süsslichem Honiggeruch und ähnli-chem Geschmack. Sie löst sich in drei Theilen Wasser auf, darf aber dabei nicht fremdar-tige eingemengte Stoffe zeigen; im Weingeist aber löst sie sich nur theilweise. Man unter-scheidet im Handel mehrere Sorten, theils nach dem Aussehn und der Art des Sammeinsbenannt, theils nach dem Vaterlande. Vorzüglich ist stets diejenige Sorte, welche möglichstrein, trocken und hell von Farbe ist, auch angenehm süss, wenig kratzend schmeckt; dies istbesonders die Manna canellata oder longa, welche auf Reisholz trocknend durch täglichesEinschneiden in der heissen Jahreszeit gewonnen wird; dann folgt die Manna in lacrymis,welche freiwillig in Form von Tropfen und Thränen ausfliesst und die Manna foliata, welcheauf den Blättern durch Insektenstiche erzeugt werden soll. Nach dem Vaterlande wird diesicilische Manna für die beste erachtet.

Chemische Beschaffenheit: Nach Buchholz bestehet die Röhren-Manna aus:60Man-uit (Mannazucker, eine eigentbümliche Modification des Zuckers, welche auch in andern Pflan-zen vorkommt); 0,75 gummigem Extractivstoff; 0,25 fasrigem klebrigem Stoff; 1,50 Gummi-stoff etwas süsser Art; 5,5 Schleimzucker mit Farbstoff; 32 Wasser und Verlust. Wegenihres Gehalts an Schleimzucker ist die Manna leicht der Gährung fähig, daher trübt sich eineAuflösung derselben in Wasser an der Luft, säuert und bedeckt sich mit einer Schleimhaut;Alkohol zieht im heissen Zustande Mannit und Schleimzucker aus, lässt aber den ersterenbeim Erkalten wieder fallen. Mit fetten Oelen ist sie durch arabisches Gummi mischbar.

Verwechselungen. Die Röhrenmanna soll verfälscht werden durch Zucker, Honig,Stärkemehl, Glaubersalz, was sich jedoch durch Auflösen oder Kochen in Wasser und spä-teres Erkalten leicht auffinden lässt.

Nutzen: Die Manna ist ein sehr schwaches Abführungsmittel, welches zugleich er-nährend, einhüllend, schleimauflösend wirkt, aber auch bei schwachem Magen leicht Blähun-gen und daher Leibschmerzen hervorbringen kann. Man benutzt sie in verschiedenen Ver-

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